Die Hitze hat uns fest im Griff! Über 40 Grad Celsius sind mittlerweile mehr als nur eine Sommerlaune – sie bringen vor allem unsere Eisenbahninfrastruktur an ihre Grenzen. Gleise, die sich unter der prallen Sonne aufheizen, können sich um bis zu 20 Grad Celsius mehr erwärmen als die Luft. Das bedeutet, bei 40 Grad draußen kann die Schienenoberfläche schon mal die 60 Grad-Marke knacken. Das klingt nicht nur unangenehm, sondern kann auch echte Probleme verursachen. Wie oft haben wir schon von Zugausfällen gehört, die durch Gleisverdrückungen und Verwerfungen verursacht wurden?

Der Juni 2026 war besonders extrem. Österreich, die Schweiz und Deutschland litten unter einer Hitzewelle, die nicht nur die Menschen schwitzen ließ, sondern auch die Schienenverhältnisse auf die Probe stellte. Die ÖBB, SBB und DB haben zwar technische Lösungen entwickelt, um mit diesen thermischen Herausforderungen umzugehen, doch die Realität sieht oft anders aus. Ein Beispiel: Die Schweizerische Bundesbahn meldete allein nach dieser Hitzewelle 44 Gleisverdrückungen. Das macht einem schon ein bisschen Angst, oder?

Maßnahmen gegen die Hitze

Die ÖBB hat einiges unternommen, um die Hitzebeständigkeit ihres Schienennetzes zu erhöhen. Da werden moderne Baustoffe eingesetzt, und ein Wetterwarnsystem mit 55 Stationen sorgt dafür, dass die Verantwortlichen rechtzeitig über bevorstehende Hitzewellen informiert sind. Regelmäßige Messfahrten helfen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Aber Hand aufs Herz: Wie lange kann man solche Maßnahmen wirklich durchhalten? Immerhin müssen die alten Holzschwellen und engen Bögen besonders im Auge behalten werden, da sie anfälliger für die Hitze sind.

Das Anstreichen von Schienen in weiß ist eine der kurzfristigen Lösungen, die ausprobiert wurden, aber ehrlich gesagt, die Erfolge sind eher überschaubar. Ein bisschen wie ein Pflaster auf einer großen Wunde, oder? Die Investitionen in hitzebeständige Infrastruktur und neue Fahrzeuge sind da schon der richtige Schritt, auch wenn sie Zeit brauchen, um Früchte zu tragen. Alte S-Bahn-Garnituren in Wien werden nach und nach ausgemustert, sodass nur mehr klimatisierte Züge auf der Stammstrecke eingesetzt werden. Ein Fortschritt, der längst überfällig war!

Die Herausforderungen der Hitze

Die Klimatisierung der Züge wird präventiv gewartet, damit sie im Sommer ordentlich arbeiten können. Aber – und das ist ein großes Aber – viele ältere Züge haben gar keine Klimaanlagen. Das führt zu einem echten Problem, vor allem wenn die Temperaturen so hoch steigen wie derzeit. Die Klimaanlagen sind oft nicht für extreme Hitzewellen ausgelegt. Und dann gibt es da noch die Oberleitungen und Stellwerke, die ebenfalls unter der Hitze leiden. Überhitzungen können hier zu Störungen führen, während böse Überraschungen wie Böschungsbrände das Ganze noch komplizierter machen.

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In Deutschland wurden sogar Züge vorsorglich stillgelegt, weil die technischen Defekte zu gefährlich wurden. Es ist schon ein bisschen verrückt, wenn man darüber nachdenkt. Und die Autobahnen stehen dem in nichts nach: geschmolzenes Bitumen und aufbrechende Betonplatten sind nur einige der Probleme, die die Infrastruktur plagen. Es stellt sich die Frage, ob wir wirklich gut auf diese extremen Wetterbedingungen vorbereitet sind.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Investitionen in die Infrastruktur sind enorm, und der Rückstand wird auf 130 Milliarden Euro geschätzt. Schnelle Lösungen sind nicht in Sicht, und die Hitze wird uns auch in Zukunft begleiten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen die richtigen Schritte einleiten, bevor uns die Gleise unter den Füßen wegbrechen.