In Salzburg, wo die Alpen auf die Tradition treffen, sorgt eine aktuelle Schwerpunktkontrolle der Finanzpolizei für Aufregung. Bei einem massiven Einsatz in 85 Barbershops in Salzburg und Oberösterreich wurden einige, sagen wir mal, nicht ganz einwandfreie Praktiken aufgedeckt. Da ist von illegaler Ausländerbeschäftigung die Rede – gleich acht Fälle wurden gefunden! Und das ist noch nicht alles: drei Anzeigen wegen Schwarzarbeit, 42 Verstöße gegen die Arbeitszeitaufzeichnung und zahlreiche Missachtungen der Registrierkassenpflicht. Man könnte fast meinen, die Barbershops hätten ein eigenes Gesetzbuch.

Besonders brisant ist die Entdeckung gefälschter Markenparfums in einem Betrieb im Salzburger Flachgau. Da fragt man sich, wie weit der Wettbewerbsgedanke wirklich geht. Die Finanzpolizei kündigt zudem an, dass dies nicht der letzte Einsatz gewesen sein wird. „Wir lassen nicht locker“, könnte man sagen. Und während die Behörden auf Verstöße reagieren, berichten Dermatologen von einem unliebsamen Trend: zunehmende Pilzinfektionen der Kopfhaut, vor allem bei jungen Männern. Mangelhafte Hygienestandards in einigen Barbershops scheinen als mögliche Ursache identifiziert worden zu sein. Das kann ja nur schiefgehen!

Hygiene und Sicherheit in der Friseurbranche

Die unsachgemäße Verwendung von Rasierklingen und die unzureichende Desinfektion von Werkzeugen sind nicht zu unterschätzen. In Österreich umfasst die Ausbildung zum Friseur eine mehrjährige Schulung, die auch Hygienevorschriften und Arbeitnehmerschutz beinhaltet. Das ist wichtig, denn es gibt einen klaren Unterschied zwischen konzessionierten Friseurbetrieben und unseriösen Anbietern. Während die seriösen Friseure in Salzburg in Ausbildung und Fortbildung investieren und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, profitieren die unseriösen von unfairen Wettbewerbsvorteilen. Qualität sollte hier wirklich mehr zählen als der Preis!

Ein weiterer Blick über die Landesgrenzen hinaus zeigt, dass die Problematik nicht nur Salzburg betrifft. Ende September gab es in Wien ebenfalls eine Schwerpunktaktion der Finanzpolizei, bei der 29 Verstöße gegen arbeitsmarktrechtliche Bestimmungen festgestellt wurden. Hier wurden mehr als 11.000 Euro an ausstehenden Abgaben eingebracht – das ist auch kein Pappenstiel! In 34 Betrieben wurde alles genauestens unter die Lupe genommen. Und auch hier kam es zu Entdeckungen: zwei illegal beschäftigte Ausländer, vier Schwarzarbeiter und sogar Verdacht auf Sozialleistungsbetrug. Wer hätte gedacht, dass im Barbershop-Sektor so viel los ist?

Die Behörden stehen in der Pflicht, konsequent gegen Regelverstöße vorzugehen. Aber ohne dabei alle Barbershops unter Generalverdacht zu stellen. Es gibt viele, die ihren Job mit Stolz und Hingabe ausüben. Vielleicht ist es an der Zeit, die Spreu vom Weizen zu trennen, damit die wirklich guten Friseure nicht unter den Machenschaften weniger leiden müssen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren