Heute ist der 17. Mai 2026 und die Fußballwelt schaut gespannt nach Wien. Teamchef Ralf Rangnick steht kurz davor, seinen 26-Mann-Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika bekanntzugeben. Es wird am Montag um 15 Uhr auf dem ÖFB-Campus präsentiert – live zu sehen auf ORF1. Ein großes Spektakel wird das sicher nicht, denn große Überraschungen im Kader sind nicht zu erwarten. Die Diskussionen werden sich wohl hauptsächlich um die kniffligen Entscheidungen in der Innenverteidigung drehen.
Ein Blick auf die aktuellen Personallage zeigt: Langzeitverletzte wie Gernot Trauner und Maximilian Wöber haben rechtzeitig wieder Spielpraxis gesammelt. Fixstarter in der Innenverteidigung sind David Alaba, Philipp Lienhart, Kevin Danso und Marco Friedl. Aber auch Leopold Querfeld, David Affengruber und Michael Svoboda haben ihre Chancen. Spannend bleibt die Frage, wer den dritten Torhüter hinter Alexander Schlager und Patrick Pentz geben wird, denn Tobias Lawal und Florian Wiegele sind die ersten Kandidaten.
Vorbereitung auf die WM
Um Enttäuschungen zu vermeiden, plant Rangnick direkt mit 26 Spielern. Das ist auch nötig, denn die offizielle Kader-Deadline bei der FIFA ist der 1. Juni – just an dem Tag, an dem das Testspiel gegen Tunesien in Wien stattfindet. Am 27. Mai versammelt sich das Nationalteam am ÖFB-Campus in Wien-Aspern für die erste Trainingseinheit am 28. Mai. Nach dem Testspiel gegen Tunesien gibt’s dann zwei Tage Pause, bevor es am 4. Juni nach Los Angeles geht. Der ÖFB-Tross wird sich dort im luxuriösen WM-Basecamp im Hotel „Ritz-Carlton Bacara“ einquartieren. Klingt ganz nach einem Traumurlaub, oder?
Die Gruppenspiele werden ebenfalls spannend. Der Auftakt findet am 17. Juni gegen Jordanien statt, gefolgt von einem Duell gegen Argentinien am 22. Juni in Dallas und dem letzten Gruppenspiel gegen Algerien am 28. Juni in Kansas City. Spieler können bis 24 Stunden vor dem ersten Gruppenspiel nachnominiert werden. Aber danach wird’s eng – nur bei Verletzungen oder Krankheiten können Torhüter ausgetauscht werden.
Ein entscheidendes Spiel
Doch bevor die WM überhaupt beginnt, steht für Rangnick ein entscheidendes Spiel an – das „Endspiel“ gegen Bosnien-Herzegowina. Ein Sieg oder Unentschieden würde Österreich die direkte Qualifikation für die WM sichern. Bei einer Niederlage müssten die Österreicher in die Play-offs im März, was gleichzeitig auch Rangnicks Zukunft als Trainer in Frage stellen könnte. So viel Druck kann schon ganz schön nervenaufreibend sein!
Die Mannschaft hat seit 1998 nicht mehr an einer WM teilgenommen. Rangnick hat sie zwar mit sechs Siegen durch die Qualifikation geführt, jedoch gab es auch eine bittere Niederlage gegen Rumänien. Kapitän David Alaba, der zuletzt gegen Zypern wegen einer Sperre fehlte, hat jetzt Wadenprobleme. Rangnick selbst meint, dass es „nicht sehr realistisch“ sei, dass Alaba gegen Bosnien spielt. Mal sehen, wie sich das entwickelt und ob der Kapitän rechtzeitig fit wird. Die Fans halten sicher den Atem an, während sie auf die Kaderbekanntgabe und die kommenden Spiele warten. Auf jeden Fall wird es spannend!