Gestern, am 16. Juli 2026, fand im beeindruckenden Kavalierhaus Klessheim in Wals-Siezenheim eine feierliche Zeugnisverleihung statt. Rund 100 Absolventinnen und Absolventen der „Lehre mit Matura“ durften ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Das Event war nicht nur eine Feier der individuellen Erfolge, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung dieser Ausbildungsform in Salzburg. WKS-Vizepräsidentin KommR Marianne Kusejko und AK-Präsident Peter Eder waren mit von der Partie und gratulierten den frischgebackenen Maturanten herzlich.

Die Zahlen sprechen für sich: 22,4% der Salzburger Lehrlinge sind Teil dieses sozialpartnerschaftlichen Programms von AK und WK Salzburg. Das ist doppelt so hoch wie der österreichische Durchschnitt von 11,25%! Aktuell absolvieren 1.882 junge Salzburgerinnen und Salzburger die „Lehre mit Matura“, eine Zahl, die seit dem Start des Programms im Jahr 2009 auf über 2.700 gewachsene Absolventen hinweist. Und die Erfolgsquote? Beeindruckende 94%! Das ist ein klarer Beweis dafür, dass diese Ausbildung nicht nur machbar, sondern auch äußerst erfolgreich ist.

Ein Schritt in die Zukunft

Kusejko betonte die Rolle der „Lehre mit Matura“ als ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Gerade in Zeiten, in denen viele Branchen händeringend nach qualifizierten Fachkräften suchen, ist die Gleichstellung von Lehrlingen mit AHS- und BHS-Absolventen unerlässlich. Peter Eder hob die Bedeutung der Lehre als hochwertige Ausbildung hervor und forderte mehr Unterstützung von Betrieben für Lehrlinge, die die Matura ablegen. Man könnte fast sagen: Wer heute noch an der Lehre zweifelt, verpasst die Chance auf die besten Talente von morgen.

Die Vorteile der „Lehre mit Matura“ sind vielfältig. Neben einer vollwertigen Matura neben der Lehre stehen den Absolventen alle Bildungswege offen. Kostenlose Kurse, Unterlagen und Prüfungen, die während der Freizeit oder sogar mit Einverständnis der Betriebe während der Arbeitszeit besucht werden können – das ist doch mal ein attraktives Angebot! Zudem erhalten die Teilnehmer Coachings und Lernbetreuung und haben fünf Jahre Zeit, um die Matura abzulegen. Wie könnte man da nicht ins Schwärmen geraten?

Fachkräftemangel: Ein drängendes Problem

Ebenfalls interessant ist der Kontext, in dem diese Erfolge stattfinden. Laut aktuellen Berichten gibt es in vielen Branchen, insbesondere im Gesundheitswesen und in der Informations- und Telekommunikationstechnologie, eine wachsende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften. Gleichzeitig sinkt das Angebot an qualifizierten Personen, besonders in Handwerks- und technischen Berufen. Hier wird die „Lehre mit Matura“ zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Lösung gegen die Fachkräftelücken.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Herausforderungen sind vielfältig. Fachkräfteengpässe betreffen sowohl berufliche als auch akademische Abschlüsse, und der Anstieg der Jugendlichen ohne Berufsabschluss birgt das Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit. Besonders betroffen sind Personen mit Migrationshintergrund, was die Notwendigkeit einer verbesserten Berufsorientierung und frühzeitigen Sprachförderung unterstreicht. In diesem Zusammenhang könnte die „Lehre mit Matura“ als eine Brücke fungieren, um junge Menschen erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Insgesamt zeigt sich, dass die „Lehre mit Matura“ nicht nur eine individuelle Chance für junge Menschen ist, sondern auch einen wichtigen Baustein im Kampf gegen den Fachkräftemangel darstellt. Und das ist doch ein Grund zum Feiern!