Gestern, am 19. Mai 2026, fand in Salzburg eine ganz besondere Veranstaltung statt: die erste Verleihung des Salzburger Pflegepreises. In einem festlichen Rahmen wurden die herausragenden Leistungen im Pflegebereich gewürdigt. Sechs Kategorien gab es, die die Vielfalt und Bedeutung der Pflegeberufe unterstreichen. Von der mobilen Pflege bis hin zur Forschung – alle Facetten wurden abgedeckt. Und das ist ja auch wichtig, denn Pflege ist mehr als nur ein Beruf; sie ist eine Berufung.

Besonders ins Auge stach das Siegerprojekt in der Kategorie „Forschung/Wissenschaft/Weiterbildung“, das aus dem Pongau stammt. „Pflegeentwicklung durch Advanced Nursing Practice“ heißt das innovative Vorhaben. Marc Brandstätter, der das Projekt vom Kardinal Schwarzenberg Klinikum eingereicht hat, betonte, wie wichtig es ist, die Vielfalt des Themas Pflege in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Pflegedienstleiterin Sandra Wallner nahm den Preis stolz entgegen und strahlte förmlich. Es ist wirklich schön zu sehen, wie solche Initiativen in der Praxis fruchten!

Die Kraft der Zusammenarbeit

Ein bemerkenswertes Merkmal des Projekts ist die enge Kooperation mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg. Brandstätter, der die Projektleitung in Schwarzach führt, hebt die wissenschaftliche Evaluation hervor. Das Ziel? Die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen und aktuelles Wissen direkt in die Patientenversorgung integrieren. Advanced Practice Nurses – das sind Pflegepersonen mit vertiefter Ausbildung – spielen hier eine zentrale Rolle. Sie decken spezielle Versorgungsbedarfe ab und bringen frischen Wind in die Pflegepraxis.

Es gibt einen klaren Fokus auf die systematische Pflegeentwicklung im Kardinal Schwarzenberg Klinikum. Das Ziel ist es, die Qualität der pflegerischen Versorgung nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln. Wenn man sich überlegt, wie vielschichtig die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind, ist das umso beeindruckender. Hier wird nicht nur an Symptomen herumgedoktert, sondern an der Wurzel des Problems gearbeitet.

Ein Blick über die Grenzen hinaus

Parallel dazu wurde Cagla Kurtçu mit dem Deutschen Pflegepreis 2025 ausgezeichnet. Sie ist nicht nur Gesundheits- und Krankenpflegerin, sondern auch eine echte Vorreiterin in der patientenorientierten Pflege. Ihr Ansatz, der die Bedürfnisse der Patient:innen in den Mittelpunkt stellt, zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine individuelle Betreuung ist. Kurtçu leitet fünf Gesundheitskiosk-Standorte in Hamburg und hat ihre pflegewissenschaftlichen Kompetenzen über Jahre hinweg ausgebaut. Ein echter Gewinn für die Pflegewelt!

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Ihr Engagement und ihre innovativen Konzepte haben sie nicht nur die Auszeichnung, sondern auch das Vertrauen ihrer Patient:innen eingebracht. Es ist faszinierend zu sehen, wie ein interprofessionelles Team, das mit Kurtçu zusammenarbeitet, Patient:innen mit chronischen Erkrankungen oder komplexen Lebenssituationen begleitet. Das zeigt, dass Pflege weit mehr ist als nur eine Aufgabe; es ist eine Kunst, die mit Herz und Verstand ausgeübt wird.

Die Zukunft der Pflege

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat sich ebenfalls mit der Rolle der Advanced Practice Nurses (APN) auseinandergesetzt. Ihr Einsatz könnte die Versorgungsqualität erheblich steigern und das Gesundheitssystem entlasten. Studien belegen, dass APN nicht nur die Patient:innensicherheit verbessern, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bieten. Es ist jedoch auch klar, dass in vielen Bereichen noch Vorbehalte bestehen und nicht jeder die Rolle von APN kennt oder versteht.

Die Integration dieser Fachkräfte erfordert ein professionelles Changemanagement – eine Herausforderung, die nicht unterschätzt werden sollte. Der DBfK plädiert für gesetzliche Regelungen und den Ausbau von Studienangeboten. Wir sind gespannt, wie sich die Pflege in Zukunft entwickeln wird und welche Wege wir einschlagen müssen, um die Qualität der Versorgung für alle zu sichern.