Heute ist der 8.05.2026 und die Österreichische Post hat im ersten Quartal 2026 einen gewaltigen Rückschlag erlebt. Der Gewinn ist von 39,6 Millionen Euro auf nur mehr 15,3 Millionen Euro geschrumpft. Das sorgt natürlich für Gesprächsstoff in den Kaffeepausen der Branche. Während der Umsatz leicht um 0,9 Prozent auf 770,7 Millionen Euro steigt – was ja schon mal ein kleiner Trost ist – gibt es spürbare Rückgänge bei den Brief- und Werbemengen. Das hat man nicht eben so im Vorbeigehen übersehen können!

Der Bereich Brief, Filiale & Services hat es besonders hart getroffen: Hier sind die Umsätze um 7,6 Prozent auf 289,9 Millionen Euro gefallen. Das liegt nicht nur an der Digitalisierung, die immer mehr Briefe und Werbematerialien verdrängt, sondern auch an einem strukturellen Rückgang im Briefvolumen. Auf der anderen Seite boomt das Paketgeschäft durch den E-Commerce. Hier verzeichnet die Post ein Wachstum von 6,9 Prozent auf 447,4 Millionen Euro – das ist doch ein Lichtblick! Die Leute bestellen online und erwarten, dass die Pakete blitzschnell ankommen. Man könnte fast sagen, der Onlinehandel ist der Retter in der Not.

Ein Blick über die Grenzen

Die Geschäftsentwicklung in Südost- und Osteuropa zeigt ebenfalls positive Tendenzen, auch wenn die Türkei und einige angrenzende Länder wie Aserbaidschan und Georgien unter restriktiven Importregeln für Pakete aus Asien leiden. Das ist natürlich ein Schuss ins eigene Knie für die Post. Und der Wettbewerbsdruck bleibt auch nicht aus. Die Transformation im Telekommunikationsbereich tut ihr Übriges, um das Ergebnis weiter zu belasten.

Was die Zahlen im Detail angeht, so ist das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von 101,6 Millionen Euro auf 93,8 Millionen Euro gesunken. Das Betriebsergebnis (EBIT) ist sogar von 48,4 Millionen Euro auf 36,8 Millionen Euro gefallen. Auch wenn die Prognosen für das laufende Jahr einen leichten Umsatzanstieg erwarten, sind weitere Volumenrückgänge im Briefgeschäft zu befürchten.

Investitionen und Zukunftsausblick

Generaldirektor Walter Oblin bleibt optimistisch, trotz all der Herausforderungen. Für 2026 plant die Post Investitionen zwischen 140 und 160 Millionen Euro. Diese sollen vor allem in den Ausbau und die Modernisierung des Logistikzentrums in Salzburg fließen, zusätzlich werden neue Paketautomaten in Südost- und Osteuropa aufgestellt und die Umstellung auf Elektroantrieb soll vorangetrieben werden. Ein ambitioniertes Ziel, aber bis 2030 möchte man in Österreich CO₂-frei zustellen – das ist doch eine Ansage!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Unsicherheiten durch regulatorische Einschränkungen im internationalen Handel und geopolitische Spannungen sind nicht von der Hand zu weisen. Auch die Inflation lässt die Kosten steigen, was für die Post zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt. In Zeiten wie diesen, wo der digitale Wandel rasch voranschreitet und die Konkurrenz nicht schläft, ist es umso wichtiger, die eigenen Strategien ständig zu hinterfragen und anzupassen. Bleiben wir gespannt, wie sich die Post in den nächsten Monaten schlagen wird.