Heute ist der 7. Mai 2026 und die Nachrichten aus Salzburg sind alles andere als süß. Das Landesgericht Salzburg hat das Konkursverfahren über die Salzburg Schokolade GmbH eröffnet. Ein Unternehmen, das vielen von uns ein Stück Heimat auf die Zunge zaubert – die „Echte Salzburger Mozartkugel“ von Mirabell. Doch die Realität sieht trübe aus: Am Mittwoch stellte Salzburg Schokolade einen neuen Konkursantrag. Wieder einmal, muss man sagen, denn die erste Insolvenz wurde bereits 2021 angemeldet.
Die Sache ist die: Die 100-prozentige Sanierungsplanquote aus der ersten Insolvenz konnte nicht erfüllt werden. Letzten Endes wurde die Produktion Ende letzten Jahres schrittweise eingestellt. Das ist schon ein trauriger Abschied für eine Marke, die so viele Erinnerungen weckt und in vielen Haushalten für Freude sorgt. Johannes Hirtzberger wurde als Masseverwalter bestellt, und die erste Gläubigerversammlung ist für den 22. September 2025 angesetzt. Ein großes Treffen für die rund 300 Gläubiger, die nun auf ihre ausstehenden Forderungen hoffen, die sich insgesamt auf 7,7 Millionen Euro belaufen.
Schwierige Zeiten für die Mitarbeitenden
Bis Ende Dezember 2024 waren noch 58 Mitarbeitende beschäftigt, deren Dienstverhältnisse mittlerweile jedoch aufgelöst wurden. Das ist nicht nur eine wirtschaftliche Katastrophe, sondern auch ein emotionaler Schlag für all jene, die jahrelang für dieses Unternehmen gearbeitet haben. Die Menschen hinter der Marke – sie sind das Herzstück. Und jetzt? Jetzt müssen sie sich einen neuen Weg suchen, während die Liegenschaften der Firma, die als Sicherheiten dienten, verwertet werden. Ein aktuelles Gutachten schätzt den Wert dieser Liegenschaften auf 9,9 Millionen Euro.
Die erste Insolvenz hatte immerhin eine Teilquote von 20 Prozent an die Gläubiger ausbezahlt. Doch die restlichen 80 Prozent, die bis zum 7. Februar 2025 gezahlt werden sollten, blieben aus. Das ist natürlich ein weiteres Kapitel in der traurigen Geschichte eines Unternehmens, das einst für seine Qualität und Tradition bekannt war. Die Gläubigerforderungen müssen bis zum 8. September 2025 über den KSV1870 oder den AKV angemeldet werden – ein bürokratisches Hin und Her, das die Situation nicht leichter macht.
Ein Blick in die Zukunft
Was kommt als Nächstes? Die Zukunft der Salzburg Schokolade GmbH bleibt ungewiss. Die Geschichte könnte noch nicht zu Ende sein, aber der Weg zurück zur alten Stärke wird alles andere als einfach sein. Die Marke ist in den Köpfen der Menschen tief verankert. Vielleicht gibt es ja einen Weg, die Traditionsmarke zu retten oder sie in irgendeiner Form neu zu beleben. In der Zwischenzeit bleibt uns nur, auf die Entwicklungen zu warten und zu hoffen, dass die Salzburger Mozartkugel nicht für immer in Vergessenheit gerät. Denn mal ehrlich, wer könnte schon auf die kleine, süße Verführung verzichten, die wie kein anderes Produkt für die Stadt steht?