Gestern, am 13. Mai 2026, erlebte der Wolfgangsee in Salzburg einen ganz besonderen Moment – und das nicht nur wegen der atemberaubenden Kulisse. Der Extrem-Kraftsportler Franz Müllner stellte einen neuen Weltrekord auf, der die Zuschauerinnen und Zuschauer in Staunen versetzte. Mit reiner Muskelkraft und einer gehörigen Portion Willensstärke zog er gleichzeitig zwei Passagierschiffe der Wolfgangsee-Schifffahrt, die MS Österreich und die MS Salzkammergut, über eine Strecke von 25 Metern. Die beiden Schiffe wogen zusammen satte 200 Tonnen – da kommt man ins Schwitzen!
Es war ein faszinierendes Spektakel, das sich um 19.00 Uhr entfaltete. Müllner bewältigte ein Zuggewicht von rund 250 Kilogramm und ließ die Schiffe wie von Geisterhand bewegt wirken. Der Anlass wurde nicht nur von sportlichem Ehrgeiz geprägt. Die Aktion diente auch einem guten Zweck: Sie unterstützte die Organisationen DEBRA Austria und das EB-Haus Austria, die sich für Menschen mit der seltenen Hautkrankheit Epidermolysis bullosa, auch bekannt als Schmetterlingskinder, einsetzen. Ein Anliegen, das Franz Müllner ganz besonders am Herzen liegt.
Ein Rekord mit Herz
Der Weltrekord ist bereits Müllners 64. Erfolg in seiner beeindruckenden Karriere, und das Rekord-Institut für Deutschland hat ihn offiziell anerkannt. Tobias Pürcher, Geschäftsführer der Salzburg AG Tourismus GmbH, war sichtlich beeindruckt von der Leistung und der damit verbundenen Botschaft. Für Müllner geht es bei solchen Aktionen nicht nur um den sportlichen Triumph. „Es ist mehr als nur ein Rekord“, sagt er. „Es geht darum, auf die Schmetterlingskinder aufmerksam zu machen und ihre Lebenssituation ins Licht zu rücken.“
Die Zuschauer, die sich an Bord der Schiffe versammelten, konnten die Anstrengungen des Kraftsportlers hautnah miterleben und gleichzeitig für den guten Zweck spenden. Die gesamte Spende wird am 20. Mai bekanntgegeben und an DEBRA Austria überreicht. Dr. Rainer Riedl, Obmann von DEBRA Austria, hob die Bedeutung der Aktion für die betroffenen Patient:innen und deren Familien hervor. „Solche Initiativen sind entscheidend“, betonte er, „um das Bewusstsein zu schärfen und Unterstützung zu gewinnen.“
Ein Event für die Region
Das Event am Wolfgangsee verband nicht nur sportliche Leistung mit sozialem Engagement, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die Region. Zahlreiche Gäste und Einheimische strömten an die Ufer des malerischen Sees, was der lokalen Gastronomie und Hotellerie zugutekommt. Diese Art von Veranstaltungen fördert den Tourismus und bringt Menschen zusammen – ein echter Gewinn für Salzburg.
In einer Zeit, in der es wichtiger denn je ist, auf soziale Themen aufmerksam zu machen, hat Müllners Rekordversuch einen wertvollen Beitrag geleistet. Außerdem zeigt die Veranstaltung, wie Tradition, Tourismus und moderne Medien miteinander verknüpft werden können. Auch wenn wir oft von Rekorden in anderen Ländern hören, ist es doch Österreich, das mit solchen lokal verankerten Aktionen glänzt. In Zukunft könnten wir mehr von diesen kreativen Ideen erwarten, die nicht nur für Aufsehen sorgen, sondern auch das Bewusstsein für seltene Krankheiten erhöhen.
Für Franz Müllner war es ein weiterer Schritt in seiner beeindruckenden Karriere, doch für die Schmetterlingskinder könnte es der Beginn von etwas Größerem sein. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Herausforderungen er annehmen wird, aber eines ist sicher: Die Menschen werden ihn auf seinem Weg begleiten.