Es gibt Momente, die bleiben einfach im Gedächtnis haften – wie der Duft von frischem Brot oder das Lachen eines Freundes. Und genau so ein Moment wird im September auf dem Grazer Schlossberg neu inszeniert: die Premiere von „Jedermann“. Regie führt Nicolai Tegeler und der Hauptdarsteller, Julian Weigend, wird die Zuschauenden mit seinem Spiel fesseln. Das Ensemble setzt sich aus vielen bekannten TV-Gesichtern und regionalen Talenten zusammen, die dem Stück neuen Glanz verleihen.

Am 5. Oktober 2024 wird das Theaterstück dann in der Parochialkirche aufgeführt. Ursprünglich war es ein Geschenk für den Geburtstag der Freundin eines begeisterten Theaterbesuchers. Diese beiden hatten keine Ahnung, was sie erwartete, doch nach dem Stück waren sie tief beeindruckt. Es war ein Hochgenuss, und die Spielfreude des Ensembles war einfach mitreißend. Besonders die schauspielerische Leistung von Julian Weigend als Jedermann wurde gelobt, ebenso wie die Gesangsdarbietung von Maya Forster. Das Publikum war während der gesamten Aufführung so still und aufmerksam, dass man beinahe das Ticken der Uhr hören konnte.

Eine Tradition wird lebendig

Das Stück „Jedermann“ hat eine lange, faszinierende Geschichte, die 1911 in Berlin begann. Die Uraufführung, inszeniert von Max Reinhardt, fand im Circus Schumann statt. Über die Jahre hinweg haben viele namhafte Schauspieler und Schauspielerinnen das Stück zum Leben erweckt und dabei einen besonderen Platz in den Herzen der Zuschauer eingenommen. Die Berliner Jedermann-Festspiele, die seit 1987 jährlich stattfinden, zogen rund 500.000 Zuschauer an und schufen unvergessliche Erinnerungen. Brigitte Grothum, die über die Jahre hinweg die Inszenierungen leitete, versammelte ein Ensemble, das seinesgleichen suchte.

Diese Tradition ist nicht nur ein Stück Theater, sondern ein kulturelles Erbe, das die Zeit überdauert hat und immer wieder neu interpretiert wird. Es ist spannend zu sehen, wie die Inszenierungen von „Jedermann“ weiterhin Menschen zusammenbringen und sie zum Nachdenken anregen. Ein Stück, das sowohl unterhält als auch berührt – genau so sollte Theater sein. Und so freuen wir uns auf die neuen Interpretationen, die uns in den kommenden Wochen und Monaten erwarten.