Heute ist der 13.05.2026 und die Stimmung in Salzburg ist elektrisierend. Der österreichische Frauenfußball hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, und die Vorfreude auf das bevorstehende Cupfinale im Wiener Sport-Club-Stadion ist förmlich spürbar. Es wird ein historisches Ereignis, das nicht nur die Herzen der Fans höher schlagen lässt, sondern auch die Weichen für die Zukunft des Frauenfußballs in Österreich stellt.

St. Pölten hat mit elf Cup-Triumphen in Folge ein beeindruckendes Kapitel abgeschlossen. Doch nun stehen Austria Wien und Red Bull Salzburg im Finale. Austria Wien könnte die Saison krönen und das Double holen, was für die Spielerinnen und das gesamte Team eine riesige Motivation darstellt. Und dabei ist die Rolle von Lisa Makas, der Ex-Sportlichen Leiterin von Austria Wien, nicht zu unterschätzen. Sie hat die Grundlagen für den heutigen Erfolg gelegt und die Infrastruktur des Teams entscheidend verbessert. Unter ihrer Ägide stieg das Budget des Frauen-Teams auf rund 800.000 Euro, was ein großer Schritt in Richtung Professionalisierung ist.

Ein Blick zurück auf die Erfolge

Die Geschichte von Austria Wien im Frauenfußball ist geprägt von harter Arbeit und ambitionierten Zielen. 2015 ging man eine Kooperation mit USC Landhaus ein, doch erst 2021 trat man eigenständig in der Bundesliga an. Lisa Makas, die bis zum Sommer 2023 an Bord war, setzte sich unermüdlich für bessere Bedingungen ein. Sie holte prominente Spielerinnen wie Katharina Schiechtl und Carina Wenninger ins Team, was den sportlichen Erfolg maßgeblich beeinflusste. Außerdem organisierte sie Veranstaltungen, die das Stadionerlebnis für die Zuschauer verbesserten und die Zuschauerzahlen in den Höhepunkt der letzten Jahre katapultierten. Ein richtiger Glücksgriff, wenn ihr mich fragt!

Was viele nicht wissen: Im Europacup erreichte das Team das Viertelfinale, was die Sichtbarkeit des Frauenfußballs enorm steigerte. Doch trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt der Weg zur Gleichstellung mit dem Männerfußball steinig. Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Viele Spielerinnen müssen neben dem Fußball arbeiten, um über die Runden zu kommen, und die finanzielle Situation im Frauenfußball kann sich im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland oder England nicht wirklich sehen lassen.

Der Kampf um Sichtbarkeit und Professionalität

Im Sommer 2017 erlebte die österreichische Frauenfußball-Nationalmannschaft einen Höhenflug, als sie das Halbfinale der Europameisterschaft in den Niederlanden erreichte. Diese Euphorie hat jedoch nicht zu einer nachhaltigen Professionalisierung geführt, wie Stefanie Enzinger, ehemalige Nationalteamspielerin und Frauenfußball-Beauftragte, kritisiert. Die Sichtbarkeit des Frauenfußballs nimmt zwar zu – jede Woche wird ein Match der Frauenbundesliga im Fernsehen übertragen und viele Spiele sind online verfügbar – aber es bleibt noch viel zu tun.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Nina Potz, Liga-Managerin beim Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB), spricht von einer wachsenden Medienberichterstattung, doch die Realität sieht oft anders aus. Spielerinnen kämpfen mit finanziellen Schwierigkeiten und müssen zusätzliche Kosten von etwa 200 Euro pro Monat stemmen. Die ungleiche Verteilung der finanziellen Mittel innerhalb der Vereine ist ein weiteres großes Thema. Die Männer haben oft Priorität, während die Frauen um die nötigen Ressourcen kämpfen müssen.

Die Einführung einer Lizenzierung für Vereine wird als notwendig erachtet, um die Bedingungen für Spielerinnen zu verbessern. Sponsorenanwerbung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die Entwicklungen im Frauenfußball sind positiv, aber der Weg zur vollständigen Gleichstellung bleibt lang und steinig. Es ist ein ständiger Kampf um Sichtbarkeit und Anerkennung. Aber lasst uns optimistisch bleiben!