In Salzburg tut sich was – das ist unübersehbar. Die Wirtschaftskammer Salzburg (WKS) hat im Herbst 2022 einen Reformprozess in Gang gesetzt, und seit Januar 2023 wird das Ganze nun vom Bundesrechnungshof unter die Lupe genommen. Dabei geht es um Themen wie Funktionäre, Personal und Bezüge, die ja oftmals für Diskussionen sorgen. Aber die Ergebnisse können sich sehen lassen: Für die WKS gibt es kaum Beanstandungen, keine Verletzungen interner Vorschriften oder Gesetze. Das ist schon mal eine solide Basis!

WKS-Präsident Peter Buchmüller hat sich außerdem ein großes Ziel gesetzt: Er möchte das Vertrauen der Mitgliedsbetriebe zurückgewinnen. Dazu hat er ein Spar- und Effizienzprogramm ins Leben gerufen. Und das zeigt Wirkung! Der Hebesatz der Kammerumlage wurde bereits für 2023 von 0,24 auf 0,19 Prozentpunkte gesenkt. Das bedeutet eine Entlastung von über 5 Millionen Euro für die Betriebe hier in Salzburg. Ein echter Lichtblick in schwierigen Zeiten!

Reformen und Einsparungen

Die WKS hat ihren Beitrag zu den Einsparungen innerhalb der Wirtschaftskammerorganisation sogar übererfüllt. 100 Millionen Euro sollten es sein, und das ist ein ordentlicher Batzen! Auch die Neujahrsempfänge wurden abgeschafft, und die Bezirksstelle Tennengau ist in die WKS-Zentrale integriert worden. Das ehemalige Gebäude in Hallein steht zum Verkauf – ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

In den Bereichen Presse und Marketing wurden ebenfalls Einsparungen realisiert. Die „Salzburger Wirtschaft“ erscheint ab Juli nur noch einmal pro Monat. Kündigungen sind nicht geplant, da der effiziente Personaleinsatz greift. Es wird auf natürliche Abgänge gesetzt, um die Einsparungen weiter zu optimieren. Ein kluger Schachzug, wie ich finde!

Ein Blick auf die Zahlen

Aktuell sind in der WKS 1.020 Funktionäre aktiv, wobei 22% eine Funktionärsentschädigung erhalten. Mit einem durchschnittlichen Betrag von rund 714 Euro brutto pro Monat ist das ein eher moderater Lohn für die ehrenamtliche Arbeit. Das Präsidium hat vergleichsweise niedrige Entschädigungen, und zwischen 2020 und 2024 konnte eine Gesamtersparnis von 133.513 Euro erzielt werden. Sogar der WKS-Präsident erhält bis Juni 2025 eine Entschädigung von 6.975 Euro, die an die Inflation angepasst ist. Und der Rechnungshof hat in Bezug auf die Gehälter nichts Auffälliges festgestellt.

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Die Repräsentationskosten der WKS sind mit durchschnittlich 700 Euro pro Jahr für jedes Präsidiumsmitglied äußerst gering. Das spricht für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitteln. Dennoch empfiehlt der Rechnungshof eine zentrale Erhebung von Personalkennzahlen, um die Organisation weiter zu verbessern. Die WKS zeigt sich offen für Vorschläge zur Einführung von Benchmarks und Vereinfachungen, auch wenn sie Unterschiede zu einem Konzernsystem sieht.

Ein positives Zeugnis für Salzburg

Die Rücklagen der WKS sind solide, mit einem Großteil, der auf die Baurücklage entfällt. Jeder dritte Euro wird in Bildung investiert – das ist ein starkes Statement! Transparenz wird groß geschrieben: Rechnungsabschlüsse und Funktionsentschädigungen sind auf der Website der WKS einsehbar. Buchmüller betont die gute Aufstellung der WKS und die Fortsetzung des Reformprozesses. Im Gegensatz zu anderen Länderkammern, die teils selbstkritisch auf die Prüfergebnisse reagieren, hat Salzburg ein gutes Zeugnis erhalten. Das ist erfreulich!

Der Rechnungshof hebt Reformnotwendigkeiten in den Unternehmerkammern hervor und thematisiert auch die Intransparenz und Nichtvergleichbarkeit von Rücklagen und Bilanzen. Ein klarer Aufruf zur Verbesserung – und es bleibt spannend zu sehen, wie die WKS und die anderen Kammern darauf reagieren. Schließlich geht es um die Zukunft der Wirtschaft in Salzburg und darüber hinaus.