Heute ist der 12.05.2026, und wir müssen über ein Thema sprechen, das uns alle betrifft: die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die österreichische Wirtschaft. Es ist kein Geheimnis, dass der Konflikt im Iran dunkle Schatten über unsere Konjunktur wirft. Die Stimmung ist angespannt, und die Unternehmen zeigen sich im April mehr als pessimistisch. Die Wifo-Konjunkturampel? Sie steht knallrot. Es fühlt sich an, als würden wir in einem Aufzug stecken, der nach unten rast.
Die Inflation hat sich in den letzten zwei Monaten auf 3,3 Prozent erhöht. Besonders die Energiepreise machen einen großen Sprung nach oben – fast 11 Prozent teurer als im Vorjahr! Das merkt man spätestens beim Tanken oder wenn man die Heizkostenabrechnung öffnet. Und das ist noch nicht alles. Auch die Arbeitslosigkeit hat einen Anstieg erfahren. Ein bisschen Licht am Ende des Tunnels? Möglicherweise. Im ersten Quartal 2026 gab es ein leichtes Wachstum von voraussichtlich 0,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal. Aber das ist eher wie ein Wassertropfen in der Wüste.
Unsichere Zeiten für Unternehmen
Die Exporte stagnieren, und die Wertschöpfung in der Warenherstellung ist im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Diese Entwicklung hat nicht nur lokale Auswirkungen, sondern ist Teil eines größeren Puzzle: Der Iran-Krieg hat weltweite Konsequenzen, und das Verbrauchervertrauen leidet enorm darunter. Vor dem Krieg schien die Weltwirtschaft noch zu florieren, aber jetzt ist die Luft raus – die Preise steigen weiter, und die Arbeitslosigkeit bleibt ein drängendes Problem.
Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) hat sich intensiv mit der Situation beschäftigt und prognostiziert, dass die Entwicklung der Rohöl- und Erdgaspreise entscheidend für die Inflationsprognosen und den Kostendruck der Unternehmen sein wird. In den nächsten Jahren könnte Österreichs BIP im besten Fall um 0,6 Prozent steigen, nachdem wir zwei Jahre der Rezession hinter uns haben. Doch die Unsicherheiten in den internationalen Rahmenbedingungen machen Prognosen zu einer wackeligen Angelegenheit.
Prognosen und Szenarien
WIFO erstellt ihre Prognosen basierend auf drei verschiedenen Szenarien. Das optimistische Szenario geht davon aus, dass der Krieg nur wenige Wochen dauert und die Rohölpreise bis Juni bei 80 Dollar pro Barrel liegen. Im Hauptszenario, das schon etwas realistischer ist, wird mit einem kurzen Krieg und höheren fossilen Brennstoffpreisen gerechnet. Hier könnte das BIP-Wachstum 2026 bei 0,9 Prozent liegen.
Aber es gibt auch das pessimistischen Szenario, das wirklich düster aussieht. Wenn die Kämpfe bis zum Ende des Sommers andauern und wichtige Infrastrukturen zerstört werden, könnte der Rohölpreis bis September auf 120 Dollar pro Barrel steigen. In diesem Fall wird ein BIP-Wachstum von nur 0,2 Prozent für 2026 prognostiziert. Das ist schon ein ganz schöner Hammer.
Die Auswirkungen auf den Alltag
Hohe Energiepreise setzen nicht nur die Produktion unter Druck, sie belasten auch unser Einkommen und das Verbrauchervertrauen. Die private Konsumprognose ist nicht vielversprechend: Im Hauptszenario wird ein Plus von 0,5 Prozent für 2026 erwartet, während das pessimistische Szenario sogar nur 0,2 Prozent Wachstum vorsieht. Wer da nicht ins Grübeln kommt – ich weiß auch nicht.
Die Staatsausgaben wachsen, aber der gesamtstaatliche Finanzierungssaldo könnte im pessimistischen Szenario bei -4,4 Prozent für 2026 liegen. Und das ist noch nicht alles: Die Inflationsprognose sieht für das Hauptszenario 2,7 Prozent vor, im pessimistischen Szenario sogar 4,1 Prozent. Da wird einem schon ein bisschen schwindelig, oder?
Inmitten all dieser Zahlen und Prognosen gibt es auch einen Lichtblick: Die Beschäftigungsausweitung könnte an Dynamik gewinnen. Im Hauptszenario wird ein Zuwachs von 0,5 Prozent für 2026 erwartet. Das lässt hoffen – vielleicht gibt es ja doch noch einen Weg aus der Misere. Aber wie gesagt, die Realität ist komplex, und wir müssen uns auf ungewisse Zeiten einstellen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt. Eines ist sicher: Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs werden uns noch lange begleiten. Ein Blick in die Zukunft bleibt spannend, auch wenn der Weg dorthin steinig ist.