Am Sonntag gegen 16 Uhr war der Himmel über Salzburg nicht nur grau, sondern er war voller Wucht. Starke Sturmböen fegten durch das Land, und die ersten Berichte von den Feuerwehren im Flachgau ließen nicht lange auf sich warten. Wenn man dachte, der Spätsommer wäre nur eine ruhige Zeit, wurde man schnell eines Besseren belehrt. Die Einsatzkräfte, die immer zur Stelle sind, rückten mit voller Verstärkung aus – und das nicht ohne Grund.
In Saalfelden wurde es besonders dramatisch. Ein Haus musste seine Schindeln, die sich wie lose Zähne vom Dach lösen, in eine Wiese entlassen – kein schöner Anblick. Auch ein Würstelstand in St. Johann hatte Pech: Teile des Daches flogen bei dem Sturm einfach davon. Man fragt sich, ob die Würstchen bei solch einem Wetter auch noch schmecken. Das Wetter hatte auch die Wasserrettung auf Trab gehalten. Insgesamt waren sieben Ortsstellen im Flachgau im Dauereinsatz. Es war ein chaotisches Bild, als die Einsatzkräfte antraten, um Bäume von den Straßen zu entfernen. An 13 Stellen war das nötig!
Wasser und Sturm
Am Wallersee und Mattsee wurden mehrere Boote geborgen, und das war noch nicht alles. Ein Segelboot am Fuschlsee hatte es so richtig erwischt – es sank teilweise. Doch die Rettungstaucher waren schnell zur Stelle und schleppten das Gefährt sicher an Land. Währenddessen waren einige Wassersportler zwischenzeitlich als vermisst gemeldet worden. Zum Glück wurde auch diese Sorge bald zerstreut. Nach dem Gewitter konnten alle wohlbehalten gefunden werden. Am Wolfgangsee und Mondsee gab es ebenfalls kleinere Bootsbergungen. Man kann sich kaum vorstellen, wie hektisch es zugegangen sein muss! Der Sturm hat die Ruhe am Wasser ordentlich aufgemischt.
Die Einsatzkräfte haben einmal mehr bewiesen, dass sie in Krisensituationen absolut verlässlich sind. Während die Natur mit aller Macht wütete, zeigten die Feuerwehrleute und Rettungsschwimmer, dass sie auch in schwierigen Zeiten einen kühlen Kopf bewahren können. Die heftigen Winde sind zwar vorbei, doch werden die Folgen noch lange zu spüren sein. Schindeln und Zeltplanen fliegen durch die Luft, und die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Hoffentlich bleibt uns solch ein Wetterchaos erspart, denn nach einem solchen Sturm heißt es oft: Aufräumen und wieder neu durchstarten.
Für alle, die mehr über die Geschehnisse erfahren möchten, gibt es weitere Informationen auf ORF Salzburg. Hier wird ein tieferer Einblick in die jeweilige Situation gegeben, und man kann sich ein Bild von dem Ausmaß der Schäden machen. Die Natur ist unberechenbar, und das zeigt sich in den schönsten, aber auch in den stürmischsten Momenten des Lebens.
