Die Stimmung in der Elektro- und Elektronikindustrie hat sich deutlich aufgehellt! Nach intensiven und teils hitzigen Verhandlungen haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nun auf einen neuen Kollektivvertrag geeinigt. In der fünften Runde der Verhandlungen, die sich über 11 Wochen hinzogen, konnten die Parteien schließlich einen Kompromiss finden, der für rund 60.000 Beschäftigte von Bedeutung ist. Diese Einigung kommt genau rechtzeitig, um einen geplanten Streik abzuwenden – eine Erleichterung für alle Beteiligten!

Die Ist-Löhne und -Gehälter steigen um 1,85 Prozent plus 22 Euro, was laut Gewerkschaften einem maximalen Anstieg von bis zu 2,7 Prozent entspricht. Besonders erfreulich ist die Erhöhung der Mindestlöhne und -gehälter sowie der Lehrlingseinkommen, die um satte 3 Prozent angehoben werden. Ein weiterer Lichtblick: Die Zulagen für die zweite und dritte Schicht werden über drei Jahre um 47 Cent auf 1,50 Euro bzw. über zwei Jahre um 34 Cent auf 4 Euro pro Stunde angehoben. Das ist doch ein Grund zum Feiern!

Gesundheit und soziale Aspekte im Fokus

Doch das ist noch nicht alles. Mit der Einführung von Gesundheitstagen für Beschäftigte ab 40 Jahren und mit über 20 Dienstjahren zeigt die Branche, dass sie auch die Gesundheit ihrer Mitarbeiter ernst nimmt. Zudem gibt es eine zusätzliche Pflegefreistellung für Eltern von Kindern mit Behinderung. Das sind Schritte in die richtige Richtung, die nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Wohlbefinden der Angestellten im Blick haben.

Die Gewerkschaften hatten ursprünglich eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent gefordert. Arbeitgeber hingegen wollten nur eine Erhöhung um 1 Prozent. Der jetzt erzielte Kompromiss scheint also ein ausgewogenes Ergebnis zu sein, welches die Sorgen um die steigende Inflation und die Lebenshaltungskosten berücksichtigt. Schließlich ist die Branche, die rund 72.500 Menschen beschäftigt, auf eine faire Entlohnung angewiesen.

Ein Blick auf die Zukunft

Ein wichtiger Punkt, der während der Verhandlungen zur Sprache kam, war die Rezessionsoption für Betriebe, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Unternehmen mit einem negativen EBIT oder einem Minus von mehr als 2 Prozent im letzten Geschäftsjahr können diese Option nutzen. Das zeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten einen Weg finden möchte, um die Beschäftigten zu unterstützen. Zudem gibt es einen dauerhaften Teuerungsausgleich für die niedrigen und mittleren Einkommensgruppen, was die Aussagekraft dieses neuen Kollektivvertrages zusätzlich stärkt.

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Ab dem 1. Mai gelten die neuen Löhne und Gehälter, und die Branche zeigt sich optimistisch. Die Einigung könnte, so hoffen viele, ein wichtiger Schritt in eine positivere wirtschaftliche Zukunft sein. Auch wenn es nicht immer einfach war, so ist das Ergebnis doch ein Zeichen dafür, dass man in der Elektro- und Elektronikindustrie bereit ist, auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer einzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden.