Heute ist der 5.06.2026. In Salzburg hat sich in den letzten Jahren viel getan, vor allem im Bereich des Tourismus. Rund 760 Menschen aus Nepal sorgen dafür, dass hier alles rund läuft. Ein großer Teil von ihnen, etwa 330, ist im Pongau tätig. Wenn man sich das mal überlegt, das sind eine Menge Hände, die mit anpacken! Und die meisten von ihnen arbeiten im Hilfskräftebereich des Tourismus. Die Zahl der nepalesischen Arbeitskräfte ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Sie gelten als besonders zuverlässig, was in der Branche Gold wert ist.
Doch der Weg nach Österreich ist nicht ganz so einfach. Für die nepalesischen Arbeitskräfte gelten dieselben Regeln wie für alle Drittstaatsangehörigen. Das bedeutet: Es braucht eine Beschäftigungsbewilligung, die über ein Ersatzkraftverfahren erlangt wird. Hat man diese Bewilligung in der Tasche, darf man maximal neun Monate pro Jahr in Österreich arbeiten. Oft erfolgt die Vermittlung über Agenturen oder sogenannte „Manhunter“ in Nepal. Ein Beispiel ist die „Dr. Sigrid Schwarzenbacher Foundation“, die 40 nepalesische Arbeitskräfte in 20 Betrieben im Pongau vermittelt. Dabei wird nicht nur auf die Arbeitsvermittlung geachtet, die Foundation setzt sich auch für die medizinische Versorgung und Bildung in Nepal ein.
Lebensumstände und Herausforderungen
Die Partnerbetriebe der Foundation halten sich an die geltenden Regeln und zahlen nach Kollektivvertrag. Ein Monatslohn hier entspricht einem Jahreseinkommen in Nepal. Das führt dazu, dass 90 Prozent des Gehalts nach Nepal geschickt werden – eine wichtige finanzielle Unterstützung für die Familien daheim. Die Foundation streckt sogar die Flug- und Visakosten vor, die später zurückgezahlt werden müssen. Das klingt doch fair, oder? Leider gibt es auch unseriöse Vermittler, die hohe Vorabkosten verlangen. Diese Praktiken sind kaum mehr als kriminell.
Es gibt noch eine weitere Hürde: Viele nepalesische Arbeitskräfte haben keine Erfahrung im Umgang mit modernen Geräten wie Staubsaugern oder Waschmaschinen. Das bedeutet, dass Betriebe in die Ausbildung investieren müssen, um ihre neuen Mitarbeiter fit zu machen. Auch wenn wiederkehrende Arbeitskräfte den bürokratischen Aufwand reduzieren können, haben sich die Wartezeiten bei Visa-Anträgen verlängert. Das ist frustrierend für alle Beteiligten.
Der Tourismus in Nepal
<pDer Tourismus in Nepal hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite bringt er dringend benötigte Einnahmen, auf der anderen Seite hat er auch negative Auswirkungen auf die Natur und Kultur. Neubauten, wie etwa Wasserkraftwerke, führen zur Überflutung von Tälern und beeinträchtigen die Wildwasser-Rafting-Möglichkeiten – das ist ein großes Problem für die Abenteuerlustigen unter den Touristen. Zudem gibt es immer mehr Klagen über Abfall und menschliche Ausscheidungen entlang der beliebten Trekkingrouten. Man stelle sich vor, der Mount Everest, das berühmteste Bergmassiv der Welt, ist zunehmend mit Müll übersät. In den letzten Jahren sind über 300 Menschen beim Bergsteigen am Everest ums Leben gekommen. Das lässt einen schon nachdenklich werden, vor allem im Zuge der Klimakrise, die das Bergsteigen immer riskanter macht.
Natürlich ist die Schönheit Nepals ein Magnet für viele Reisende. Die Berge und die subtropische Natur ziehen Touristen an, doch der Ansturm hinterlässt Spuren. Es gibt immer mehr Berichte über die Kommerzialisierung des Kulturerbes, wo religiöse Objekte zu Souvenirs degradiert werden. Die Architektur internationaler Hotelketten hat oft nichts mit der traditionellen nepalesischen Baukunst zu tun. Das führt dazu, dass authentische, lokal geführte Gasthäuser oft gemieden werden. Komischerweise wird der Lebensstil in den nepalesischen Städten immer „moderner“ und „westlicher“. Das hat seine Vorzüge, aber auch seine Schattenseiten.
Fazit und Ausblick
Die Zahl der Touristen aus Indien steigt stetig, was vor allem an der kulturellen Bedeutung des Himalayas in der hinduistischen Mythologie liegt. Weniger bekannte Ziele in Nepal verzeichnen ebenfalls mehr Gäste, was die Lebensbedingungen der Menschen dort verbessert. Doch das hat auch seine Tücken: Umwelt und Traditionen stehen auf dem Spiel. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Tourismus in Nepal und die Beschäftigungsmöglichkeiten für die nepalesischen Arbeitskräfte in Salzburg weiterentwickeln werden. Eines ist klar: Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen ebenso!
