Heute ist der 5.06.2026 und hier in Salzburg dreht sich gerade alles um die Zukunft der E-Autos, insbesondere wenn es um die steuerlichen Regelungen für Firmenfahrzeuge geht. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat sich kürzlich zu Wort gemeldet und kritisiert die geplante Versteuerung des Sachbezugs für privat genutzte Elektro-Firmenwagen, die ab 2027 in Kraft treten soll. Dabei ist die Aufregung groß, denn die neuen Regelungen könnten den Anreiz zur Anschaffung von E-Autos erheblich verringern.
Der VCÖ hebt hervor, dass der steuerpflichtige Sachbezugswert für Verbrenner-Autos nicht erhöht wird, während für E-Autos ein monatlicher Sachbezugswert von 0,375 Prozent der Anschaffungskosten festgelegt werden soll. Die derzeitige Deckelung von maximal zwei Prozent für Pkw mit Verbrennungsmotor hingegen bleibt bestehen. Das ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sondern könnte auch die Klimaziele gefährden – und das, obwohl die Zahl der Firmenfahrzeuge, die auch privat genutzt werden, in den letzten zehn Jahren stark gestiegen ist. Im Jahr 2025 zählte man bereits 198.154 solcher Fahrzeuge in Österreich, fast 10.000 mehr als im Vorjahr und beinahe eine Verdopplung im Vergleich zu 2014!
Eine Reform ist nötig
Aktuell zahlen nur fünf Prozent der unselbstständig Erwerbstätigen einen Sachbezugswert für die Privatnutzung. Der VCÖ plädiert dafür, die Deckelung abzuschaffen und eine Staffelung nach den tatsächlich gefahrenen Kilometern einzuführen. So könnte man wirklich einen Anreiz schaffen, der auch die Energiewende voranbringt. Schließlich werden zwei Drittel der Neuwagen in Österreich auf juristische Personen zugelassen – das ist doch ein echter Hebel, um etwas zu bewegen!
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Österreich bei den E-Neuzulassungen mit einem Anteil von 23 Prozent in den ersten vier Monaten 2026 hinter Ländern wie Dänemark (80 Prozent) und Schweden (41 Prozent) zurückbleibt. Diese Zahlen sind schon fast ernüchternd und lassen einen schmunzeln, wenn man weiß, wie sehr wir hierzulande die Umwelt – und auch unsere Nachbarn – im Blick haben sollten.
Klimaziele in Gefahr?
Die geplante Maßnahme könnte tatsächlich die Energiewende im Verkehr bremsen. Das wäre nicht nur ein Rückschritt für die Klimaziele, sondern auch für das Image von Österreich als umweltbewusste Nation. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik hier die richtigen Entscheidungen trifft und den E-Autos den Rücken stärkt, anstatt sie auf die lange Bank zu schieben. Der VCÖ warnt, dass wir uns nicht in eine Sackgasse manövrieren sollten, aus der es kein Entkommen gibt.
Es ist schon merkwürdig, wie sich alles entwickelt. Die Diskussion um die Firmenwagenbesteuerung ist nicht nur eine Frage der Finanzen, sondern auch eine grundlegende Entscheidung über die Zukunft unserer Mobilität. Wenn wir hier nicht umdenken, könnte es bald heißen: „Willkommen zurück in die Vergangenheit“, und das wäre wirklich schade.
