Am 10. Juni 2026 fand im Haus der Region in Bischofshofen ein Workshop des Regionalverbandes Pongau statt, der die Neugierde vieler weckte. Rund 20 Personen aus unterschiedlichen Bereichen kamen zusammen, um sich mit dem spannenden, aber auch herausfordernden Thema der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Öffentlichkeitsarbeit auseinanderzusetzen. Unter dem Titel „Sinnvoller, rechtssicherer und verantwortungsvoller Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kommunikation“ wurde eine Vielzahl an Aspekten beleuchtet, die für die Teilnehmer sowohl lehrreich als auch inspirierend waren.

David Röthler von der Milenu GmbH führte durch die Veranstaltung und schloss die Teilnehmenden schnell in einen konstruktiven Austausch ein. Die Themen waren vielseitig, von den rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen – wie Datenschutz und Urheberrecht – bis hin zur praktischen Anwendung von KI in der Öffentlichkeitsarbeit. Ein Highlight war die Demonstration von KI-gestützter Tiefenrecherche und interaktiven Audio-Assistenten. „Das ist einfach nur wow!“, dachten sich wohl viele, als sie die Möglichkeiten sahen, die KI bietet. Es war klar: Die Zukunft hat längst begonnen.

Ethik und Verantwortung im digitalen Zeitalter

Doch mit großen Möglichkeiten kommen auch große Verantwortung und Herausforderungen. In der Diskussion wurden Grenzen und Risiken von KI angesprochen. Röthler warnte vor der Gefahr, mehr Output zu erzeugen, ohne dabei tatsächlich einen Mehrwert zu schaffen. Authentische Kommunikation bleibt das Ziel, auch wenn KI-Tools dabei unterstützen können. „Wir müssen kritisch bleiben und den menschlichen Faktor nicht aus den Augen verlieren!“, betonte er. Der Regionalverband Pongau plant bereits weitere Veranstaltungen, um den Austausch über die digitale Transformation zu fördern.

In einem breiteren Kontext betrachtet, hat die UNESCO im November 2021 eine Empfehlung zur Ethik der Künstlichen Intelligenz verabschiedet. Dies war der erste global ausgehandelte Völkerrechtstext zu diesem Thema. Die Empfehlung zielt darauf ab, dass KI-Systeme dem Gemeinwohl dienen und die Menschenrechte sowie Grundfreiheiten achten, verteidigen und fördern. Die Einbeziehung von Experten und Stakeholdern aus aller Welt zeigt, wie wichtig ein pluralistischer Multistakeholderdialog ist. Diese Herangehensweise ist nicht nur in Bischofshofen relevant, sondern hat globale Dimensionen und Auswirkungen.

Nachhaltigkeit und Chancengleichheit

Ein zentrales Anliegen der UNESCO ist es, die digitale Transformation menschenrechtsfördernd zu gestalten. Die Empfehlung umfasst elf Politikfelder, darunter Umwelt, Bildung und Kommunikation. Besonders spannend ist der Zusammenhang zwischen Umweltschutz und KI. Hier wird ein ressourcenschonender Einsatz von KI-Systemen thematisiert. Das Vorsorgeprinzip wird ebenfalls thematisiert: Bei begründeter Möglichkeit negativer Konsequenzen sollte von der Nutzung bestimmter KI-Systeme abgesehen werden. Ein Gedanke, der auch in Bischofshofen sicherlich auf offene Ohren stieß.

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Die Teilnehmer des Workshops wurden dazu angeregt, über die Chancen nachzudenken, die KI für regionale Organisationen bietet. Mit begrenzten Ressourcen kann professionelle Öffentlichkeitsarbeit tatsächlich möglich sein. Aber es ist auch wichtig, ethische Prinzipien zu berücksichtigen und die Vielfalt in der Technologiebranche zu fördern. Denn nur so können wir sicherstellen, dass die digitale Zukunft für alle zugänglich und gerecht gestaltet wird. Das ist der Weg, den wir gemeinsam gehen sollten – und das nicht nur in Salzburg, sondern weltweit.