Die Salzburg AG und NEBA haben mit ihrem Inklusionsformat „Aus anderer Sicht“ im Rahmen des „Monats der Vielfalt“ ein Zeichen gesetzt, das weit über die bloße Organisation einer Veranstaltung hinausgeht. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kamen zusammen, um Barrieren hautnah zu erleben und ein besseres Verständnis für die Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen zu entwickeln. Der Tag war geprägt von persönlichen Gesprächen und beeindruckenden Erfahrungen, die die Teilnehmerinnen in eine Welt eintauchen ließen, die oft verborgen bleibt.

Mit einem Rollstuhl-Parcours und einem Blindenzelt wurden die Sinne auf eine ganz neue Art gefordert. Nina Köttsdorfer aus dem Bereich Employer Branding teilte ihre Eindrücke nach der Herausforderung im Rollstuhl-Parcours. Man könnte beinahe sagen, dass es eine Art Schock war – wie kleine Hindernisse in der alltäglichen Umgebung plötzlich zu riesigen Herausforderungen werden können. Die Übungen haben deutlich gemacht, wie wichtig Sicherheit und Orientierung sind, besonders wenn man nicht sehen kann. Im Blindenzelt haben die Teilnehmerinnen nicht nur die Augen, sondern auch ihre Vorurteile geöffnet.

Die Bedeutung von Inklusion im Arbeitsalltag

Gerlinde Hagler, die Geschäftsführerin der Salzburg Linien, brachte es auf den Punkt: Die Veranstaltung war nicht nur ein Event, sondern ein wichtiger Schritt zu einem tieferen Verständnis von Mobilität und den damit verbundenen Herausforderungen. Die Führungskräfte konnten wichtige Impulse für ihre tägliche Arbeit und die Infrastruktur mitnehmen. Es wurde klar: Die Salzburg AG hat sich zum Ziel gesetzt, Vielfalt und gegenseitiges Verständnis zu fördern und eine inklusive Unternehmenskultur zu stärken.

Doch wie sieht die Realität in Europa aus? Erschreckende Statistiken zeigen, dass nur etwa jede zweite Person mit Behinderung erwerbstätig ist – im Vergleich zu fast 75% der Menschen ohne Behinderung. Die Beschäftigungslücke beträgt über 24 Prozentpunkte! Auch die Zahlen für junge Menschen sind alarmierend: 17,7% der Menschen mit Behinderung zwischen 20 und 26 Jahren sind arbeitslos. Das ist nicht nur eine Zahl auf dem Papier – das sind Schicksale, die oft mit Armut und sozialer Ausgrenzung einhergehen.

Auf dem Weg zu einer inklusiven Unternehmenskultur

Unternehmen, die sich für Inklusion einsetzen, profitieren nicht nur von einem erweiterten Talentpool, sondern auch von einer gesteigerten Innovationskraft. Diverse Arbeitsplätze führen zu einer besseren Leistung und Produktivität. Doch wie geht man das an? Ein praxisorientierter Ratgeber empfiehlt zehn Schritte zur Entwicklung einer inklusiven Unternehmenskultur. Dazu gehört die Sensibilisierung der Führungsebene über die Vorteile von Inklusion, sowie die Erstellung einer umfassenden Inklusionsstrategie mit konkreten Zielen.

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Barrierefreie Arbeitsplatzgestaltung und angepasste Rekrutierungsprozesse sind dabei essenziell. Es geht nicht nur um Vorschriften – es geht um das Miteinander, um den Austausch und das Verständnis füreinander. Der „Monat der Vielfalt“ in Salzburg ist ein schöner Schritt in diese Richtung. Aber er zeigt auch, dass es noch viel zu tun gibt, um echte Inklusion zu leben. Das Ziel ist klar: Jeder Mensch soll die gleichen Chancen haben, unabhängig von seinen Fähigkeiten.