Heute ist der 26.05.2026 und in Salzburg gibt es traurige Neuigkeiten aus dem Nonntal. Die Kunstgärtnerei Doll, ein fester Bestandteil des Stadtteils und seit 1929 in Familienbesitz, wird Ende September 2026 ihre Tore für immer schließen. Fast ein ganzes Jahrhundert lang hat das Unternehmen nicht nur die Salzburger, sondern auch viele Besucher aus der Ferne mit seiner blühenden Pracht begeistert. Jörg Doll, der das Unternehmen seit 29 Jahren führt, hat die Entscheidung getroffen, die Kunstgärtnerei zu schließen. Die Glashäuser, die das Herzstück der Gärtnerei bilden, müssen aus behördlichen Gründen abgerissen werden. Das ist schon ein harter Schlag für alle, die die bunte Blütenwelt und das kreative Ambiente lieben.

Ursprünglich war geplant, die Kunstgärtnerei im Rahmen einer Neugestaltung der „Doll-Gründe“ weiterzuführen. Doch die Vorstellung, mit einer großen Baustelle im Hintergrund zu arbeiten, erschien Jörg Doll nicht passend. „Die Blumen brauchen einen schönen Rahmen“, sagte er, und das kann man nur unterstützen. Die Mitarbeiter wurden bereits persönlich über die Schließung informiert – ein respektvoller Schritt in schwierigen Zeiten. Bis Ende September bleibt die Kunstgärtnerei sowie das angrenzende Geschäft geöffnet, und man kann sich noch einmal von den farbenfrohen Arrangements verzaubern lassen.

Ein Stück Salzburger Geschichte geht verloren

Die Kunstgärtnerei Doll ist nicht nur ein Ort, an dem Pflanzen und Blumen gedeihen. Sie hat einen besonderen Platz in den Herzen vieler Salzburger und ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, insbesondere für die Dekoration des Opernball-Ambientes in Wien. Diese kreative Verbindung zur Wiener Gesellschaft hat der Gärtnerei ein gewisses Renommee verliehen, das man nicht so einfach ignorieren kann. Man kann sich vorstellen, wie viele Menschen mit einem Lächeln auf dem Gesicht und einem Strauß Blumen in der Hand nach Hause gegangen sind – ein echtes Stück Lebensfreude, das nun verloren geht.

Die Schließung der Kunstgärtnerei hat auch Auswirkungen auf die Umgebung. Nach dem Ende der Gärtnerei wird die Umgestaltung des Areals beginnen. Man kann nur hoffen, dass der Charme und die Geschichte des Standorts nicht gänzlich auf der Strecke bleiben. Es ist schon ein bisschen wehmütig, wenn man daran denkt, dass ein Teil von Salzburg, ein Teil der Erinnerungen, verschwindet.

Ein Abschied, der nachklingt

Die Kunstgärtnerei Doll hat nicht nur Blumen verkauft. Sie hat Geschichten erzählt, Erinnerungen geschaffen und mit jedem Topf Erde auch ein Stück Salzburger Kultur transportiert. Wenn man durch die Straßen von Nonntal schlendert, kann man sich gut vorstellen, wie die bunten Farben und der Duft der Blumen die Nachbarschaft geprägt haben. Das ist mehr als nur ein Geschäft; das war ein Lebensgefühl!

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Veränderungen auf die Nachbarschaft auswirken werden. Vielleicht wird der Verlust der Kunstgärtnerei auch einen neuen Raum für kreative Entwicklungen schaffen. Aber eines ist sicher: Die Blumen von Doll werden in den Erinnerungen vieler Menschen weiterblühen.