Heute ist der 29.04.2026 und im Pinzgau stehen die Chancen für Lehrstellensuchende so gut wie lange nicht mehr. Mit 140 offenen Lehrstellen, die nur 38 Lehrstellensuchenden gegenüberstehen, ergibt sich ein Verhältnis von etwa 3,7 offenen Lehrstellen pro Suchendem. Diese positive Entwicklung ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die Zahl der Lehrstellensuchenden im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent gesunken ist – von 44 auf 38 Personen.
Während sich bei den Männern die Anzahl der Suchenden um sechs auf 16 reduziert hat, ist bei den Frauen ein leichter Anstieg auf 22 zu verzeichnen. Im ersten Quartal 2023 meldeten sich insgesamt 104 Personen beim Arbeitsmarktservice als lehrstellensuchend, eine Steigerung von 25,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Beliebte Berufswünsche sind Büroberufe, Metall- und Elektroberufe sowie Handels- und Verkehrsberufe. Während männliche Jugendliche oft den Beruf des Kraftfahrzeugmechanikers anstreben, zieht es weibliche Jugendliche häufig zur Bürokauffrau.
Berufliche Perspektiven und Ausbildungsangebote
Die Zahl der offenen Lehrstellen hat allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 32 Prozent abgenommen (von 206 auf 140). Die meisten offenen Positionen gibt es in Bauberufen (36), gefolgt von den Fremdenverkehrsberufen (34) und den Handels- und Verkehrsberufen (24). Auch in den Bereichen Metall- und Elektroberufe (17) sowie in der Holzverarbeitung (11) wird nach Lehrlingen gesucht. Die Wahl des Lehrberufs wird maßgeblich von persönlichen Interessen, Marktchancen, Gehalts- und Karriereperspektiven sowie den Arbeitsbedingungen beeinflusst.
Für Jugendliche ist eine fundierte Berufsorientierung von großer Bedeutung. Hierbei gibt es viele Berufsinfoveranstaltungen und Unterstützung durch das BerufsInformationsZentrum in Zell am See. Insgesamt stehen den Jugendlichen über 200 verschiedene Lehrberufe zur Auswahl, was die Entscheidungsfindung nicht gerade erleichtert.
Praktika als Sprungbrett in die Berufswelt
Um den richtigen Beruf zu finden, können Praktika eine wertvolle Hilfe bieten. Die bundesweite Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern listet etwa 40.000 offene Ausbildungsplätze und duale Studiengänge. Über die Webseite www.meine-ausbildung-in-deutschland.de können Jugendliche gezielt nach Ausbildungsplätzen suchen – sei es regional oder bundesweit. Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, berufsorientierende Praktika anzubieten, die den jungen Leuten helfen, den Traumberuf zu vergleichen und zukünftige Kollegen kennenzulernen.
Die Praktikumszeit dient dem gegenseitigen Kennenlernen, was sowohl für die Unternehmen als auch für die Praktikanten von Vorteil ist. So können Schüler und Ausbildungssuchende in verschiedene Berufe reinschnuppern und herausfinden, ob sie in dem gewählten Berufsfeld wirklich glücklich werden.
Insgesamt zeigt sich, dass trotz der gesunkenen Zahl an offenen Lehrstellen die Möglichkeiten für eine erfolgreiche Ausbildung im Pinzgau vielfältig und vielversprechend sind. Die Unterstützung durch lokale Einrichtungen und die Verfügbarkeit von Praktika bieten den Jugendlichen eine solide Grundlage, um ihre berufliche Zukunft aktiv zu gestalten.