Die Criminale in Salzburg, die Kriminalliteratur-Fans aus der ganzen deutschsprachigen Welt anzieht, feierte in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: 40 Jahre voller spannender Geschichten, fesselnder Lesungen und unvergesslicher Begegnungen. Vom 6. bis 9. Mai 2023 verwandelte sich Salzburg erneut in das Mekka der Kriminalliteratur, organisiert vom Syndikat, dem Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur.

Über 70 Veranstaltungen standen auf dem Programm. Lesungen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Fachvorträge – hier war für jeden was dabei! Der Höhepunkt des Festivals war ohne Zweifel die Verleihung des Glauser-Preises, der als die renommierteste Auszeichnung für deutschsprachige Kriminalliteratur gilt. Das ist nicht einfach nur ein Preis, das ist eine Ehre! Für den Glauser 2026 wurden stolze 437 Titel von rund 100 Verlagen eingereicht, zusätzlich gab es 141 Kurzkrimis. Eine beachtliche Anzahl, die zeigt, wie lebendig und vielfältig die Szene ist.

Preisträger und Ehrungen

Die Jury, zu der auch der bekannte Autor Bernhard Aichner gehörte, hatte die schwierige Aufgabe, die besten Werke in den Kategorien Roman, Debüt, Kurzkrimi sowie Kinder- und Jugendkrimi zu nominieren. Die Glauser-Krimipreise sind mit insgesamt 12.000 Euro hochdotiert und damit auch für viele Autoren ein wichtiger Anreiz, ihr Bestes zu geben. In der Kategorie „Roman“ setzte sich Anne Freytag mit ihrem Werk „Blaues Wunder“ durch. Der beste Debütroman kam von Susanne Kaiser, die mit „Riot Girl“ begeisterte. Elke Pistor wurde für ihren Kurzkrimi „Zu kurz. So lang. Ein Jahr.“ ausgezeichnet, während Nina Schewelings „Academy of Lies. Anatomie einer Verschwörung“ als bester Jugendkrimi und Benedict Mirow mit „Joshua Jackelby“ in der Kategorie Kinderkrimi gefeiert wurden.

Ein besonderes Highlight war die Bewertung der Jugendromane durch eine Schulklasse, die per Video ihre Glückwünsche übermittelte. Ein schöner, frischer Wind, der die Veranstaltung auflockerte und die jungen Leser in die Welt der Kriminalliteratur einband. Der Ehren-Glauser ging in diesem Jahr an Else Laudan, die sich durch ihre Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur einen Namen gemacht hat. Ihre Leidenschaft für die Literatur war spürbar und beeindruckend.

Ein Fest der Begegnungen

Die Abschlussfeier fand im eleganten Radisson Blu Hotel beim Salzburger Hauptbahnhof statt. Der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und die festliche Stimmung machten den Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis. Unter den Gästen waren zahlreiche Autoren, darunter Zoran Drvenkar, Silke Amberg, Susanne Arnold, Rebecca Winters, Sonja Roos, Lisa Graf und Carolin Hagebölling. Es war ein fröhliches Wiedersehen der Literaturszene, das mit vielen Gesprächen und herzlichem Lachen gefüllt war.

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Klaus Maria Dechant gab bekannt, dass die nächste Criminale im Norden Deutschlands stattfinden wird, wobei zwei Städte in engerer Auswahl stehen. Das bedeutet, dass sich die Krimi-Fans auf neue Abenteuer freuen dürfen, vielleicht sogar auf neue Gesichter und Geschichten. Wer weiß, was die Zukunft für die deutschsprachige Kriminalliteratur bereithält? Eines steht fest: Die Leidenschaft für das Geschichtenerzählen wird nie enden.