Heute ist der 3.06.2026, und wir haben einen Grund zur Freude! Ludwig Malter, der beeindruckende Rennrollstuhl-Athlet aus Golling, hat bei der Schweizer Rennserie in Arbon und Nottwil vier neue österreichische Rekorde aufgestellt. Mit seinen blitzschnellen Zeiten von 49,08 Sekunden über 400 Meter, 1:34,48 Minuten über 800 Meter, 2:52,35 Minuten über 1500 Meter und 10:00,45 Minuten über 5000 Meter hat der 25-Jährige die nationale Bühne gerockt! Es ist wirklich eine Meisterleistung, die die Sportwelt in Österreich und darüber hinaus in Staunen versetzt.
Ludwig ist nicht nur ein talentierter Sportler, sondern auch ein echtes Vorbild. Geboren am 3. August 2000 in Salzburg, hat er sich durch seine Leidenschaft für den Sport einen Namen gemacht. Inspiriert von Thomas Geierspichlers Goldmedaille im Marathon bei den Paralympics 2008, begann er mit dem Sport, und die Entscheidung war goldrichtig. Es ist faszinierend zu sehen, wie er, trotz seiner Herausforderung mit Spina bifida, der Welt zeigt, was möglich ist. Fast fünf Jahre ist er nun schon als Heeressportler aktiv und erhält dabei Unterstützung vom österreichischen Bundesheer, was ihm nicht nur ein Gehalt, sondern auch Versicherung und die nötige Zeit zum Trainieren sichert.
Der Weg zur Weltmeisterschaft
Im Olympiazentrum in Rif hat Ludwig Zugang zu erstklassigen Trainingsbedingungen. Mit elf Trainingseinheiten pro Woche ist sein Leben ganz dem Sport gewidmet. Abseits der Bahn ist es ruhig um ihn, der Fokus liegt klar auf dem Ziel: die nächste Weltmeisterschaft im Sommer 2027 in Taschkent, Usbekistan. Das Jahr 2026 hält für ihn kein Großereignis bereit, da die Europameisterschaft abgesagt wurde. Dennoch hofft er, dass seine Rekordzeiten für die Qualifikation zur WM ausreichen werden. Das ist der Ehrgeiz, der ihn antreibt – und ehrlich gesagt, man spürt förmlich, wie sehr er für seinen Traum kämpft!
Sein Mentor und Trainer, Walter Pfaller, Geschäftsführer des Salzburger LSO und Experte im Behindertensport, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Gemeinsam haben sie in der Vergangenheit einiges erreicht. Malter hat bereits fünf Junioren-Weltmeistertitel in der Kategorie T54 gewonnen, und das ist kein Pappenstiel! Er ist nicht nur auf der Rennstrecke aktiv, sondern hat auch seine Wurzeln im Rollstuhl-Basketball, bevor er 2014 in den Rennrollstuhlsport wechselte. Und es ist klar, dass er auf den Strecken zwischen 100 und 1500 Metern zu Hause ist.
Ein Leben für den Sport
Mit insgesamt 25 österreichischen Meistertiteln hat Ludwig sich einen beachtlichen Ruf erarbeitet. Er studiert Philosophie an der Universität Salzburg und hat das Schulsportmodell Salzburg besucht, wo er 2020 maturierte. Das zeigt, dass er nicht nur im Sport, sondern auch im akademischen Bereich großes Engagement zeigt. Man muss sich das einmal vorstellen: Ein junger Mann, der sich intensiv auf die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris vorbereitet, während er gleichzeitig tief in die philosophischen Fragen des Lebens eintaucht. Das ist einfach beeindruckend!
Der Behindertensport hat in den letzten Jahren viel an Anerkennung gewonnen. Es ist bemerkenswert, wie Athleten wie Ludwig auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Bei Wettkämpfen der Paralympics, die im Anschluss an die Olympischen Spiele stattfinden, können sie in denselben Unterkünften wie Olympioniken untergebracht werden. Das zeigt, dass die Welt des Sports sich weiter öffnet und inklusiver wird. Es gibt noch viel zu tun, aber mit Athleten wie Ludwig an der Spitze sieht die Zukunft vielversprechend aus.
