Regen und Rivalen: Ein Wochenende der Herausforderungen in Leogang
Was für ein aufregendes Wochenende in der Region Leogang! Die Mountainbike-Profis haben sich am letzten Samstag und Sonntag so richtig ins Zeug gelegt. Allerdings war das Wetter alles andere als gnädig. Heftige Regenfälle machten die Strecke extrem rutschig und herausfordernd. Die österreichischen Athleten hatten es nicht leicht, und die Podestplätze blieben ihnen weitgehend verwehrt.
Mona Mitterwallner konnte sich mit Rang zehn zwar über ihr bestes Saisonergebnis freuen, aber viereinhalb Minuten hinter der Siegerin Jenny Rissveds aus Schweden ist schon eine ordentliche Distanz. Rissveds überquerte die Ziellinie eine Minute vor Puck Pieterse aus den Niederlanden und Alessandra Keller aus der Schweiz. Da wäre mehr drin gewesen für die heimischen Fahrerinnen – auch Laura Stigger, frisch von ihrem Sieg in Nove Mesto, musste sich mit Platz 27 begnügen.
Ein Wochenende voller Herausforderungen
Bei den Männern ging es noch chaotischer zu. Die Franzosen feierten einen Dreifachsieg, wobei Adrien Boichis das Rennen für sich entschied. Doch der zweite Platz von Mathis Azzaro war nicht lange sicher, denn er wurde nach dem Rennen wegen einer falschen Abzweigung disqualifiziert. So erbte Luca Martin den zweiten Platz, während Bjorn Riley auf den dritten Platz rutschte. Ein bisschen wie im Film, wenn man so will – nur dass hier die Realität noch viel härter ist.
Die Schweizer konnten auch nicht wirklich glänzen. Mathias Flückiger, der mit Platz 6 das beste Schweizer Resultat erzielte, kämpfte sich nach einem Sturz in der ersten Runde zurück in die Top 10. Filippo Colombo wurde 8. und Fabio Püntener schaffte es auf Platz 10. Fünf Schweizer Fahrer fanden sich in den Top 15 – das ist ja immerhin ein Lichtblick, auch wenn es nicht für das Podest reichte.
Ein Lichtblick im Downhill
Das Wochenende hatte aber auch seine Glanzlichter, vor allem für Valentina Höll. Sie setzte sich im Downhill-Bewerb durch und sorgte so für ein wenig Freude unter den heimischen Fans. Die U23-Fahrerinnen hatten es nicht ganz so leicht – Katrin Embacher verpasste mit einem vierten Platz knapp das Podest. Da hat man schon mitgefiebert, als sie über die letzten Meter jagte. Schade, dass es nicht ganz gereicht hat.
Das Ganze fand im Rahmen des UCI-Mountainbike-Weltcups statt, der heuer von April bis Oktober ausgetragen wird. Die Strecken sind anspruchsvoll, und die besten Fahrer der Welt geben ihr Bestes, um sich in den verschiedenen Disziplinen zu beweisen. Dieses Jahr ist das Ganze unter dem Namen UCI Mountain Bike World Series vermarktet worden. Die Athleten müssen sich auf viele neue Herausforderungen einstellen, darunter Änderungen bei der Zulassung von Teams und Fahrern sowie eine Modifikation des Qualifikationsmodus im Downhill. Es bleibt spannend, was die nächsten Stationen bringen werden.
Mit einem Hoch und Tief für unsere Athleten in Leogang bleibt die Frage, wie sie aus diesen Erfahrungen lernen und sich weiterentwickeln werden. Es war ein Wochenende voller Emotionen, das die Zuschauer in seinen Bann zog. Das nächste Mal vielleicht mit besserem Wetter und mehr Glück für unsere heimischen Stars – wir sind gespannt!
