Am 18. Mai 2026 war es endlich so weit: Der Spatenstich für das größte Wohnbauprojekt der Wüstenrot Gruppe fand in Salzburg statt. An der malerischen Salzburger Alpenstraße entsteht ein neues Wohnquartier, das bis zum Sommer 2028 bezugsfertig sein soll. Ein Ort, der nicht nur Wohnungen bietet, sondern auch Generationen zusammenbringt. Die Feierlichkeiten waren ein voller Erfolg, und unter den Ehrengästen waren Wüstenrot Generaldirektorin Susanne Riess-Hahn, Versicherungsvorstand Brigitte Feldhofer und Pfarrer Alois Dürlinger. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler betonte in ihrer Rede besonders die Wichtigkeit von nachhaltigem und generationenverbindendem Wohnen.
Das Projekt umfasst 73 freifinanzierte Mieteinheiten, darunter Zwei- bis Vierzimmerwohnungen, Townhouses und drei Cluster-Wohnungen. Und das Beste: Ein Kindergarten und Gewerbeflächen, darunter eine Bäckerei, sollen die Nahversorgung stärken. Auf einer Grundstücksfläche von etwa 6.200 Quadratmetern wird das Wohnquartier nicht nur Platz für gemütliches Wohnen bieten, sondern auch Begegnungszonen schaffen. Die Planung setzt auf Gemeinschaftsflächen und eine durchdachte Grünraumgestaltung, die die Aufenthaltsqualität erheblich steigern soll.
Nachhaltigkeit im Fokus
Besonders beeindruckend ist die Auszeichnung mit „klima:aktiv“ in Gold, die zeigt, dass Nachhaltigkeit hier großgeschrieben wird. Wüstenrot führte bereits 2023 eine umfassende Marktanalyse durch, die sich mit Architektur, Soziologie, Versorgung und Nachhaltigkeit befasste. Ein internationaler Architekturwettbewerb sorgte dafür, dass der Entwurf des Wiener Architekturbüros ARTEC ausgewählt wurde. Mit einer Tiefgarage, die Platz für 90 Kfz-Stellplätze und über 100 Fahrrad-Stellplätze bietet, ist auch für die Mobilität bestens gesorgt.
Generationenübergreifendes Wohnen hat in Europa eine lange Tradition. Bis ins 20. Jahrhundert lebten oft mehrere Generationen unter einem Dach, besonders in ländlichen Gebieten. Diese Tradition wird nun in urbanen Räumen wiederbelebt. Innovative Projekte, wie das in Salzburg, verbinden traditionelle Wohnformen mit modernen sozialen Aufgaben. Die Herausforderung dabei? Nicht jedes Modell eignet sich für alle Lebensphasen oder familiären Konstellationen. Erfolgreiches Mehrgenerationenwohnen erfordert Kompromissbereitschaft, barrierefreie Bauweisen und Rückzugsmöglichkeiten. So können ältere Menschen mehr Freiheit genießen und gleichzeitig von den jüngeren Generationen Unterstützung erhalten.
Gemeinschaft im Alltag
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die soziale Integration. Das Mehrgenerationenwohnen bietet nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch die Chance, Freundschaften zu schließen und sich gegenseitig zu unterstützen. Junge Erwachsene und Familien profitieren von niedrigen Einstiegshürden und der Möglichkeit, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen. Auch Menschen im Alter von 40-60 Jahren suchen Stabilität und Mitbestimmung, während Senioren Barrierefreiheit und aktive Alltagsgestaltung schätzen. Das alles kann zu einem harmonischen Zusammenleben führen, wenn man bereit ist, aufeinander zuzugehen.
Ehrlich gesagt, die Herausforderungen sind auch nicht zu unterschätzen. Erhöhter Kommunikationsbedarf und mögliche Konflikte können auftreten, wenn viele Generationen unter einem Dach leben. Doch mit klaren Kommunikationsregeln und einer offenen Haltung lassen sich viele dieser Stolpersteine aus dem Weg räumen.
Mit dem neuen Wohnquartier in Salzburg wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer lebendigen, generationenübergreifenden Gemeinschaft getan. Ein Ort, an dem Nachbarn zu Freunden werden und wo die Vielfalt des Lebens in all ihren Facetten gefeiert wird. Der Blick in die Zukunft ist optimistisch – und das ist erst der Anfang!