Wege aus der Einsamkeit: Gemeinsam gegen die Isolation im Alter
Heute ist der 21.06.2026, und in diesem Moment blicken wir auf ein faszinierendes Projekt, das in Düsseldorf ins Leben gerufen wurde – das Projekt „Wege aus der Einsamkeit“. Dieses Vorhaben des Zentrums plus der Diakonie in Heerdt hat sich der wichtigen Aufgabe verschrieben, die Einsamkeit älterer Menschen zu bekämpfen. Denn, seien wir ehrlich, niemand sollte alleine sein, besonders nicht, wenn der Lebensabend vor der Tür steht.
Die Gründe für Einsamkeit sind oft vielschichtig. Verlust des Partners, gesundheitliche Einschränkungen wie ein Oberschenkelhalsbruch oder einfach der Rückzug ins eigene Zuhause. Ulrike Karpa, die Projektleiterin, führt dieses wichtige Projekt seit etwa einem Jahr und hat bereits viele ältere Menschen erreicht. Unterstützt wird sie von den Rotary Clubs Düsseldorf-Schlossturm und Düsseldorf-Süd, die sich mit Herz und Seele für die Finanzierung von Taxi-Fahrten einsetzen. Denn oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen – wie Fahrten zu Ärzten oder einfach nur eine helfende Hand im Haushalt.
Einladung zur Teilhabe
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die Förderung sozialer Kontakte. Die Unterstützung umfasst nicht nur praktische Hilfe, sondern auch die Ermutigung zur Teilnahme an Freizeitangeboten. Die Einsamkeit kann so durch echte Begegnungen und das Gefühl, nicht allein zu sein, überwunden werden. Dabei ist das Zuhören und die individuelle Hilfe von großer Bedeutung. Die Kontakte zu den älteren Menschen entstehen über Pflegedienste, Ärzte, Sozialdienste, Nachbarn oder sogar durch Selbstmeldungen. Ein bunter Mix, der zeigt, wie wichtig Vernetzung in unserer Gesellschaft ist.
Und das ist noch nicht alles! Der Verein „Wege aus der Einsamkeit“ bietet zudem kostenfreie Schulungen für Smartphone und Tablet an, speziell für die Generation 65plus. Diese Schulungen finden sowohl digital über Zoom als auch analog statt. Die Teilnehmer können an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen – von Spielen über Yoga bis hin zu Diskussionsrunden. Alles ist unverbindlich und kostenfrei, und die engagierten Mitwirkenden sind allesamt ehrenamtlich tätig. Wer sich anmelden möchte, sollte sich sputen, denn die Warteliste ist lang!
Einsamkeit im Alter
Die Thematik der Einsamkeit im Alter ist nicht nur lokal von Bedeutung. Statistiken zeigen, dass etwa jeder zehnte ältere Mensch in Deutschland betroffen ist. Die sozialen Netzwerke schrumpfen, und das kann, ehrlich gesagt, ziemlich belastend sein. Eine Forsa-Umfrage ergab, dass mehr als 22 % der Personen ab 75 Jahren sich häufig oder hin und wieder einsam fühlen. Das ist eine erschreckende Zahl, die uns alle zum Nachdenken anregen sollte. Ein Gefühl von Einsamkeit wird subjektiv als belastend erlebt und kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben.
Doch trotz dieser düsteren Zahlen ist es wichtig zu betonen, dass hohes Alter nicht die einzige Ursache für Einsamkeit ist. Risikofaktoren wie Armut oder Migrationshintergrund sind altersunabhängig. Oft kommt es zu einer Kombination von Faktoren, die das Überwinden von Einsamkeit erschweren. Doch die Initiativen wie „Wege aus der Einsamkeit“ und die Unterstützung durch die Diakonie sind Schritte in die richtige Richtung.
Wenn Sie mehr über das Projekt erfahren möchten oder Unterstützung benötigen, zögern Sie nicht, Ulrike Karpa zu kontaktieren. Sie erreichen sie telefonisch unter 0211 503129 oder per E-Mail unter ulrike.karpa@diakonie-duesseldorf.de. Denn jeder hat das Recht, sich verbunden zu fühlen und nicht alleine zu sein.
