Ein Fest der Berufung: 50 Jahre Hansjörg Hofer und die Weihe neuer Priester in Salzburg
Der 29. Juni 2026 wird für die Menschen in Salzburg ein ganz besonderer Tag sein. An diesem Datum feiern wir nicht nur das goldene Priesterjubiläum von Hansjörg Hofer, sondern auch die Weihe von fünf neuen Priestern. 50 Jahre ist es her, dass Hofer im Salzburger Dom zum Priester geweiht wurde. Ein halbes Jahrhundert voller Hingabe und Dienst an den Menschen – das ist wirklich etwas, was gefeiert werden muss!
Im Gespräch mit dem Salzburger „Rupertusblatt“ reflektiert Hofer über seine lange Laufbahn und betont, dass seine Berufung weit über persönliche Frömmigkeit hinausgeht. „Ich bin ein Werkzeug Gottes“, sagt er und beschreibt, wie wichtig es ihm ist, die Sakramente einfühlsam zu spenden. Da merkt man gleich, dass ihm die Menschen am Herzen liegen. Er möchte, dass sie positive Erfahrungen mit der Kirche machen – und das gelingt ihm, indem er aktiv auf sie zugeht, gemeinsam lacht und weint.
Ein Weg voller Herausforderungen und Chancen
Die letzten Jahrzehnte waren für Hofer nicht immer einfach. Er hatte viele verschiedene Aufgaben – vom Sekretär des Erzbischofs bis hin zum Pfarrer in Mittersill und Hollersbach. Diese Vielfalt an Erfahrungen hat ihn geprägt. Der Priesterberuf ist für ihn nicht nur ein Job, sondern eine Berufung, die ihn erfüllt und zugleich herausfordert, besonders in schwierigen Zeiten. „Die Menschen suchen Orientierung“, merkt er an, und der Priester sollte nicht belehren, sondern einfach da sein, um zu bezeugen.
Hofer ist überzeugt, dass die Hingabe an Gott auch in der heutigen Zeit glücklich machen kann. „Es gibt mehr im Leben als Genuss und Erfolg“, sagt er mit Nachdruck. Den Neupriestern empfiehlt er, „geistliche Menschen und menschliche Geistliche“ zu sein – das klingt fast wie ein Mantra. Nähe zu den Menschen suchen, besonders in Wendepunkten des Lebens, das sieht er als große Chance für die Kirche. Und mal ehrlich, wer könnte da widersprechen? In Krisen oder beim Abschied von geliebten Menschen braucht es jemanden, der einfach nur da ist.
Die Priesterweihe: Ein Sakrament voller Bedeutung
Die Priesterweihe selbst ist ein eindrucksvolles Sakrament, das nicht nur eine persönliche Entscheidung ist, sondern auch ein sichtbares Zeichen göttlicher Gegenwart. Sie erfolgt in drei Stufen: Diakon, Priester und schließlich Bischof. Die Vorbereitung für angehende Priester ist lang und anspruchsvoll. Nach einer sechsmonatigen Einführungsphase folgt ein mindestens fünfjähriges Studium der Theologie und Philosophie, bevor sie schließlich in die vertiefende Ausbildung im Priesterseminar eintreten. Das ist schon eine Herausforderung für sich!
Die Weihe wird in einer feierlichen Hl. Messe durch einen Bischof vollzogen. Dabei spielt die Namentliche Aufforderung der Kandidaten – die Antwort „Ich bin bereit“ ist nicht nur ein Satz, sondern ein ganzes Lebensbekenntnis. Die Handauflegung und das Weihegebet sind zentrale Elemente, unterstützt von den anwesenden Priestern, die alle einen Teil dieses besonderen Moments mitgestalten. Es ist ein Augenblick, der für die Neupriester alles verändern kann.
Hofer, der am 14. April 1952 in Stumm im Zillertal geboren wurde, hat seinen Weg mit Leidenschaft und Überzeugung bestritten. Er sieht sich nicht nur als Priester, sondern auch als Bischofsvikar für Seelsorge an Priestern und Berufungspastoral. Seine Bischofsweihe erhielt er am 9. Juli 2017 im Salzburger Dom. Für ihn war die priesterliche Tätigkeit in der Pfarre stets ein Ausgleich zu seinen Verwaltungsaufgaben. Ein Balanceakt, der ihm sichtlich Freude bereitet hat.
Mit jedem Jahr, das vergeht, wird die Bedeutung der Priester immer klarer. Sie sind da, um zu begleiten, zu trösten und zu leiten. Und Hansjörg Hofer ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man diesen Beruf mit Herz und Seele ausübt. Er hat uns allen gezeigt, dass es in der Kirche um viel mehr geht als nur um Tradition und Rituale – es geht um die Menschen! Und das ist doch das, was zählt.
