Pendler im Sturm: Fünf Monate Stillstand zwischen Rosenheim und Salzburg
Ein neuer Sturm zieht auf über die Pendlerlandschaft zwischen Rosenheim und Salzburg. Ab dem 7. Februar 2027 wird die Strecke für ganze fünf Monate geschlossen. Das ist ein Paukenschlag im süddeutschen Bahnverkehr! Die Deutsche Bahn hat sich dazu entschlossen, die Gleise, Weichen und Oberleitungen einer umfassenden Generalsanierung zu unterziehen. So ein Vorhaben hat es seit Jahren nicht gegeben. Ein großer Teil der täglichen Zugfahrer – etwa 20.000 Menschen – wird davon betroffen sein, insbesondere die Berufspendler aus den Landkreisen Traunstein und Rosenheim, die ihren Weg nach München antreten.
Die Sperrung ist nicht nur ein logistisches Problem; sie wird auch die Pendler gewaltig ins Schwitzen bringen. Wer auf den Zug angewiesen ist, muss sich auf deutlich längere Fahrzeiten einstellen, besonders in den Stoßzeiten. Die Umstellung auf einen Schienenersatzverkehr zwischen Rosenheim und Salzburg wird ab dem 7. Februar bis zum 9. Juli 2027 zur Regel. Und die Pendler dürfen sich darauf gefasst machen, dass sie oft an anderen Abfahrtsorten – wie Busbahnhöfen – aussteigen müssen.
Die Herausforderungen für Pendler
Die Deutsche Bahn plant nicht nur die Erneuerung der Gleisanlagen, sondern auch die Modernisierung von neun Bahnhöfen, einschließlich der Barrierefreiheit und Wetterschutz. Das klingt alles nach Fortschritt, aber was ist mit den Pendlern? Die ADAC Südbayern empfiehlt, je nach Strecke und Tageszeit etwa 20 bis 60 Minuten mehr einzuplanen. Viele werden wohl auf das Auto ausweichen, was bedeutende Staus im Berufsverkehr zur Folge haben könnte. Die A8, bereits eine der staureichsten Autobahnen Deutschlands, wird noch belasteter. Das könnte für viele Pendler, die nach München fahren, erhebliche Zeitverluste mit sich bringen – insbesondere an Engstellen wie Irschenberg oder Inntaldreieck.
Der ADAC bietet einige Alternativen an: Park-&-Ride-Möglichkeiten an weniger frequentierten Bahnhöfen könnten eine Option sein, ebenso wie Fahrgemeinschaften. Und wenn möglich, heißt es auch: Flexibilität bei den Arbeitszeiten oder Homeoffice, wo das geht. Wer früh aufbricht und täglich die Verkehrslage prüft – vielleicht mit der ADAC Maps App – könnte etwas besser durch den Verkehr kommen.
Ein Blick auf die Pendlerzahlen
Mit den bevorstehenden Veränderungen wird es auch interessant zu sehen sein, wie sich die Pendlerzahlen entwickeln. Der Pendleratlas zeigt, dass in Deutschland rund 34,637 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte leben. Ein Teil davon pendelt sogar aus dem Ausland nach Deutschland. In den Landkreisen rund um Rosenheim ist das Pendeln ein täglicher Begleiter. Hier wird es spannend zu beobachten, wie sich die Bewegungen zwischen Wohn- und Arbeitsorten während der Bauzeit verändern. Die Daten im Pendleratlas reflektieren soziodemografische Merkmale und Pendelquoten, die für die betroffenen Regionen von großer Bedeutung sind.
Ein weiteres Bauvorhaben, das ab 2028 ansteht, ist die Sanierung der Zugstrecke zwischen Rosenheim und München. Diese wird in kleinere Abschnitte unterteilt, um den Betrieb während der Bauzeit aufrechtzuerhalten. Eine ähnliche Lösung für die Rosenheim-Salzburg-Verbindung ist jedoch nicht möglich. Es bleibt also spannend, wie die Pendler in dieser Zeit ihre Routen anpassen werden.
