Hilfe, die verbindet: Ein neues Kapitel für Senioren im Lungau
In der malerischen Landschaft des Lungau, wo die Natur noch unberührt scheint und die Menschen einander nahe stehen, hat sich in den letzten Jahren viel getan. Der Verein „Senioren helfen Senioren“, der 2016 ins Leben gerufen wurde, hat in seiner nunmehr zehnjährigen Geschichte bereits 961 Stunden unentgeltliche Unterstützung für ältere Menschen geleistet. Ein beeindruckendes Engagement, das zeigt, wie wichtig Nachbarschaftshilfe in unserer Gemeinschaft ist. Doch die Zeiten ändern sich, und so auch die Bedürfnisse der älteren Generation.
Das Kernteam des Vereins, bestehend aus zehn ehrenamtlichen Mitgliedern, ist nicht nur in diesem Projekt aktiv, sondern engagiert sich auch in anderen Hilfsorganisationen. Diese vielfältigen Erfahrungen kommen dem Verein zugute, denn die Nachfrage hat sich gewandelt: weniger traditionelle Haushalts- und Handwerksarbeiten, dafür ein deutlicher Anstieg an Bedarf für Begleit- und Besuchsdienste. Das Ziel bleibt klar: älteren Menschen zu helfen, in ihrem gewohnten Umfeld zu leben und die Einsamkeit, die durch die Coronapandemie verstärkt wurde, zu verringern.
Neuausrichtung und Kooperationen
Die Neuorientierung des Vereins ist also nicht nur eine Reaktion auf veränderte Bedürfnisse, sondern auch ein Zeichen der Zeit. In einem Workshop mit Marlies Puntigam und Alexander Glas wurden neue Inputs für die Neupositionierung gesammelt. Die Idee ist, ein regionales Netzwerk von Senioren für Senioren zu schaffen – ein Konzept, das viele Vorteile verspricht. Die Kooperation mit anderen sozialen Vereinen und Institutionen im Lungau, wie dem Hilfswerk und dem Roten Kreuz, könnte beispielsweise den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen wie Transport- und Besuchsdiensten erleichtern. Diese Partnerschaften könnten dazu beitragen, ein umfassenderes Hilfsangebot zu schaffen, das den aktuellen Anforderungen gerecht wird.
Ein weiteres spannendes Angebot kommt vom DRK e.V., das Gesundheitsprogramme und -kurse speziell für Senioren ab 55 Jahren anbietet. Hier finden sich Kurse wie Gymnastik, Tanzen, Yoga oder Gedächtnistraining – eine wunderbare Möglichkeit, aktiv zu bleiben und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen, ist die Teilnahme an diesen Kursen eine tolle Chance, das Wohlbefinden zu fördern und gleichzeitig neue soziale Kontakte zu knüpfen.
Ambulante Pflege und Unterstützung
Für diejenigen, die vielleicht intensivere Unterstützung benötigen, bieten die Malteser einen ambulanten Pflegedienst an. Pflegebedürftigkeit bedeutet nicht, dass man in ein Heim ziehen muss. Oft können ältere Menschen mit der richtigen Hilfe in ihrem eigenen Zuhause bleiben. Die Bezugspersonen kommen zu vereinbarten Zeiten und arbeiten eng mit den Hausärzten zusammen. Dabei werden nicht nur die Grundpflege, wie Körperpflege und Haushaltsführung, abgedeckt, sondern auch medizinische Behandlungen – Wundversorgung, Blutdruckmessung und die richtige Medikamentengabe sind hier nur einige Beispiele. Diese Form der Unterstützung ist für viele Senioren ein Segen, denn sie ermöglicht es, die gewohnte Umgebung so lange wie möglich zu genießen.
Die Kombination aus ehrenamtlicher Hilfe, professioneller Pflege und Gesundheitsangeboten zeigt, wie wichtig es ist, ein starkes Netzwerk für ältere Menschen in der Region zu schaffen. Der Verein „Senioren helfen Senioren“ hofft auf die Mitwirkung von Lungauerinnen und Lungauern jeden Alters, die bereit sind, Zeit zu schenken. Denn am Ende des Tages geht es darum, einander zu helfen und das Leben ein Stückchen schöner zu gestalten – für die Senioren und für die gesamte Gemeinschaft.
