Pionierinnen für nachhaltiges Wohnen: Sarah und Julia gestalten die Zukunft Salzburgs
Heute ist der 18.06.2026, und während die Sonne über Salzburg aufgeht, haben zwei Frauen ein ganz wichtiges Ziel vor Augen: nachhaltiges Wohnen. Sarah Untner vom Büro raumsinn und Julia Armstorfer vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen sind echte Pionierinnen auf ihrem Gebiet. Sie brennen für das Thema, das nicht nur die Stadt, sondern auch die umliegenden Gemeinden betrifft. In den letzten Monaten haben sie an einer Wohnbedarfsanalyse gearbeitet, die den Grundstein für solide Wohnprojekte legen soll. Das klingt spannend, oder?
Julia Armstorfer bringt als Expertin für Gebäude, Quartiere und Wohnen eine Menge Erfahrung mit. Ihr jährliches Wohnbausymposium hat sich längst als wichtiger Treffpunkt etabliert, wo Ideen und Visionen für die Zukunft des Wohnens diskutiert werden. Sarah Untner, Soziologin und Mediatorin, hat ein feines Gespür für Beteiligungsprozesse und Quartiersentwicklung. Gemeinsam haben sie in Gemeinden wie Strobl, Neumarkt/Wallersee und Thalgau Bedarfserhebungen durchgeführt. Das Resultat? In Thalgau wurden 20 geförderte Mietwohnungen errichtet, und das Interesse war riesig: 120 Bewerbungen gingen ein – die Hälfte davon aus der eigenen Gemeinde. Das zeigt, dass der Wunsch nach leistbarem Wohnraum groß ist!
Die aktuelle Wohnsituation
Doch nicht alles läuft nach Plan. Die Annahme, dass Baugrund für Einfamilienhäuser besonders gefragt ist, wurde von den beiden Frauen in Frage gestellt. Sie haben einen Fragebogen zur Wohnbedarfsanalyse entwickelt, der eine hohe Rücklaufquote von 28 % aller Haushalte erzielte. Dabei zeigt sich ein faszinierendes Bild: Im Durchschnitt denken die Menschen erst mit 80 Jahren über das Wohnen im Alter nach. Und während 90 % der Wohngebäude in den untersuchten Gemeinden Ein- oder Zweifamilienhäuser sind – oft bewohnt von einer einzigen Person – ist der Wunsch nach einem Eigenheim da, jedoch oft durch die Leistbarkeit gebremst.
Die Zahlen sprechen Bände: 90 % der über 65-Jährigen, die ihre Wohnsituation ändern möchten, bevorzugen eine Wohnung. Und während 35 % der Befragten eine Mietwohnung favorisieren, sind 45 % offen für Miete oder Eigentum. Der größte Bedarf besteht jedoch bei Familien und jungen Menschen – den sogenannten „Startern“ – die auf der Suche nach leistbaren Wohnmöglichkeiten sind. Es ist höchste Zeit, dass diese Bedürfnisse Gehör finden.
Neue Perspektiven im Wohnbau
Eine spannende Idee von Sarah und Julia ist, über Reihen- oder Mehrfamilienhäuser nachzudenken, statt immer nur Einfamilienhäuser zu bauen. Ihr Ziel ist es, den bestehenden Wohnraum effizient zu nutzen, anstatt ständig neue Flächen zu bebauen. Schließlich leben in Österreich bereits 40 % der Haushalte in Einpersonenhaushalten – eine Tendenz, die sich in den nächsten Jahren voraussichtlich fortsetzen wird. Daher ist die Ausweitung der Wohnbedarfsanalyse auf ganz Regionen, wie beispielsweise im Mondseeland, ein sinnvoller Schritt.
Die beiden Frauen arbeiten daran, ein Bewusstsein für die aktuelle Wohnsituation zu schaffen – bei Bürgern und der Politik gleichermaßen. Es ist nicht nur eine Datenerhebung, sondern auch ein Aufruf zur Vernunft. Es braucht kreative Lösungen, damit Salzburg und Umgebung für alle lebenswert bleibt. Die Herausforderungen sind groß, doch mit dem Engagement von Sarah und Julia gibt es Hoffnung auf eine positive Wende im Wohnbau.
