Die Verkehrssicherheit in Salzburg hat sich in den vergangenen Jahren zwar statistisch verbessert, doch es gibt Grund zur Besorgnis. Vor allem die Unfälle mit E-Bikes und E-Scootern werfen einen Schatten auf den Fortschritt. Laut einem Artikel, veröffentlicht am 19. Juli 2026, war fast jeder zweite schwerverletzte oder getötete Verkehrsteilnehmer in einen Unfall mit einem Fahrrad oder einem E-Scooter verwickelt. Das ist eine ziemlich alarmierende Zahl! Die Vorteile der E-Mobilität sind unbestreitbar: Man kann weite Strecken mit weniger Anstrengung zurücklegen, was viele neue Nutzer anspricht. Doch die Geschwindigkeit und die Fahrdynamik von E-Bikes unterscheiden sich erheblich von herkömmlichen Fahrrädern, was zu neuen Herausforderungen führt.

Ein Blick auf die Unfallstatistiken zeigt eine bedenkliche Entwicklung. 80 % der E-Bike-Unfälle in den Jahren 2023 und 2024 waren Alleinunfälle, während dieser Wert bei klassischen Fahrrädern nur bei 60 % lag. Dies wirft Fragen auf: Wie sicher sind diese neuen Fortbewegungsmittel wirklich? Die Zahlen von Statistik Austria belegen einen Anstieg der Unfälle mit zweirädrigen Fahrzeugen. Im Jahr 2024 verzeichnete man 1.189 Unfälle mit Fahrrädern, während die Zahl der Pkw-Unfälle weiter sinkt. Es ist paradox, dass trotz der gesunkenen Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Salzburg – 2017 waren es noch 3.030, 2025 nur noch 2.995 – die Unfälle mit E-Bikes und E-Scootern zunehmen.

Die Rolle der E-Mobilität in der Verkehrssicherheit

Das Verkehrssicherheitsprogramm für die Jahre 2026 bis 2035 sieht vor, dass der E-Mobilität eine besondere Rolle zukommen soll. Geplante verstärkte Kontrollen für E-Scooter, insbesondere am Nachmittag und Abend, sind ein Schritt in die richtige Richtung. Immerhin zeigen die Daten, dass Alkohol und Drogen oft eine Rolle spielen, wenn es um die Unfälle geht. Zwischen 2017 und 2025 stieg das Verkehrsaufkommen in Salzburg um 51.000 motorisierte Fahrzeuge, und das macht die Straßen nicht unbedingt sicherer.

In ganz Österreich gab es im Jahr 2025 397 Verkehrstote, ein Anstieg um 13,1 % im Vergleich zu 2024. Darunter waren auch 65 getötete Radfahrer, die höchste Zahl seit 2002! Besonders besorgniserregend ist, dass sich die Zahl der tödlichen Unfälle mit Radfahrern und E-Bikern im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat. Die Hauptursachen dafür sind Unachtsamkeit und nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit. Und nicht zu vergessen: 26 der tödlichen Unfälle waren mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten verbunden.

Die Diskussion um die Helmpflicht

Ein heißes Thema, das in den letzten Jahren immer wieder aufkommt, ist die Helmpflicht für E-Bikes und E-Scooter. Die ÖAMTC fordert eine altersunabhängige Helmpflicht, denn letztlich könnte ein Helm im Falle eines Unfalls schwerwiegende Verletzungen verhindern. Die jüngste StVO-Novelle sieht nur eine Helmpflicht für E-Bike-Fahrende bis 14 Jahre und E-Scooter-Lenkende bis 16 Jahre vor. Das sorgt für Diskussionen, denn viele halten diese Regelung für nicht ausreichend. Eine Umfrage zeigt, dass 84 % der Bevölkerung eine Helmpflicht für E-Bikes und 85 % für E-Scooter befürworten.

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Die Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass sich das Freizeitverhalten und die Nutzung von E-Bikes verändert haben. Eine wachsende Gruppe, besonders die Altersgruppe 50+, greift zunehmend auf E-Bikes zurück. Das spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider. Es bleibt zu hoffen, dass die geplanten Maßnahmen zur Verkehrssicherheit fruchten und dass wir in Zukunft nicht nur weniger Unfälle, sondern auch weniger traurige Nachrichten erleben müssen.