In den letzten Jahren hat sich die asiatische Hornisse, ein gefürchteter Eindringling, zunehmend in Europa ausgebreitet. Diese Art, die ursprünglich aus Südostasien stammt, wurde 2004 in Bordeaux zum ersten Mal gesichtet. Sie hat seither ein regelrechtes Comeback in der Natur gefeiert, besonders in Ländern wie Frankreich, wo sie bereits bis zu 1.500 Bienen pro Tag jagt. Vor kurzem, am 9. April 2024, wurde in Salzburg ein Exemplar tot aufgefunden – ein klarer Weckruf für die Imker und die Naturschützer der Region. (Kleine Zeitung)

Die asiatische Hornisse (Vespa velutina) hat sich in Europa seit ihrer Einführung rasant verbreitet und sich mittlerweile auch in Österreich etabliert. Besonders besorgniserregend ist ihr Appetit auf Honigbienen – die Hauptnahrungsquelle der Hornisse. Imker müssen sich ernsthaft Gedanken machen, denn eine große Anzahl dieser Hornissen kann Bienenvölker stark schwächen und zu Völkerverlusten führen. In Kärnten, wo der Notfallplan gegen die asiatische Hornisse bereits in Kraft ist, gab es viele Verdachtsmeldungen, jedoch handelt es sich meist um heimische Wespen oder die europäische Hornisse. Die asiatische Hornisse selbst wurde dort bislang noch nicht gesichtet.(Kleine Zeitung)

Monitoring und Prävention

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hat ein bundesweites Sommer-Monitoring zur Früherkennung ins Leben gerufen. Imker werden geschult und darüber informiert, wie sie verdächtige Sichtungen melden können – am besten mit einem Foto und den genauen Standortdaten über das Programm „Biene Österreich“. Auch in Deutschland wird die Bekämpfung der asiatischen Hornisse immer drängender: Ab März 2025 besteht dort keine Meldepflicht mehr, da sie als etabliert gilt. Dennoch sollten Funde weiterhin den zuständigen Behörden gemeldet werden.(Umweltbundesamt)

Ein Nest der asiatischen Hornisse kann aus mehreren tausend Tieren bestehen und jährlich 11 bis 20 Kilogramm Insekten fressen – kein Wunder, dass die Imker in Alarmbereitschaft sind! Die Nester werden erst dann verteidigt, wenn die Arbeiterinnen geschlüpft sind. Daher ist es umso wichtiger, die Nester frühzeitig zu erkennen und zu entfernen. In Bayern beispielsweise hat man seit 2017 ein Monitoring-Projekt gestartet und über 200 Imker geschult. Die dort eingesetzte Triangulationstechnik zur Nestortung hat sich als äußerst effektiv erwiesen.(BR.de)

Ein Blick in die Zukunft

Die asiatische Hornisse stellt nicht nur eine Bedrohung für die Bienen dar, sondern auch für die Biodiversität und Landwirtschaft insgesamt. Sie ernährt sich zu einem großen Teil von sozialen Hautflüglern wie Bienen, Wespen und Fliegen – eine Rolle, die ihr in der Natur nicht zusteht, wenn man die heimische Artenvielfalt betrachtet. Die EU hat die asiatische Hornisse auf die Unionsliste der invasiven Arten gesetzt, und Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, ihre Ausbreitung zu bekämpfen.(Umweltbundesamt)

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Auf diesem Hintergrund wird klar, dass die Herausforderungen, die die asiatische Hornisse mit sich bringt, ernst genommen werden müssen. Workshops und Schulungen für Kommunen, wie der jüngste im Juni 2025, helfen dabei, Strategien zur Eindämmung und Bekämpfung zu entwickeln. Die Sorge der Imker ist nachvollziehbar und erfordert ein gemeinsames Handeln auf allen Ebenen. Die Natur ist schließlich ein zerbrechliches Gefüge, und wir müssen alles daran setzen, es zu schützen.