70 Jahre Erzbischof Lackner: Ein Leben im Dienst für Gott und die Menschen
Heute ist der 14.07.2026 und die Stadt Salzburg feiert einen ganz besonderen Anlass: Erzbischof Franz Lackner, ein vertrautes Gesicht in der Erzdiözese, wird 70 Jahre alt. Ein Datum, das nicht nur für ihn, sondern auch für zahlreiche Gläubige von Bedeutung ist. Der geborene Feldbacher, der einst in kleinbäuerlichen Verhältnissen aufwuchs und eine Lehre als Elektriker begann, hat sich seit seinem Eintritt in den Franziskanerorden im Jahr 1984 einen Namen gemacht. Der Weg führte ihn von der Priesterweihe 1991 über verschiedene Leitungspositionen bis hin zum Erzbischof von Salzburg.
In der Bistumszeitung „Rupertusblatt“ äußerte sich Lackner zu seinem Glauben und der Rolle Gottes in der heutigen Zeit. Er stellte fest, dass viele Menschen – ja, sogar er selbst – oft mit sich selbst beschäftigt sind, wenn der Heilige Geist spricht. Ein wichtiger Punkt, den er anlässlich seines runden Geburtstags ansprach. Sein Wunsch, ein „hörender Bischof“ zu bleiben, zeugt von seiner tiefen Sehnsucht, für Gott und die Menschen da zu sein. Das Erinnern an den heiligen Franziskus, dessen 800. Todestag wir dieses Jahr feiern, ist ihm besonders wichtig. Er fordert dazu auf, Gott wieder ins Zentrum zu stellen und sein weltzugewandtes Glaubensverständnis zu leben.
Ein Fest der Gemeinschaft und des Glaubens
Letzte Woche feierte Erzbischof Lackner die traditionelle Chrisammesse im Salzburger Dom. An dieser festlichen Zeremonie nahmen rund 90 Priester und Diakone sowie etwa 100 Ministrantinnen und Ministranten aus der Erzdiözese teil. Die Messe war nicht nur eine Feier der Gemeinschaft, sondern auch eine Gelegenheit zur Weihe der liturgischen Öle für das kommende Jahr und zur Erneuerung der priesterlichen Versprechen. Vor dem Gottesdienst konnten die Ministranten Workshops und Gruppenstationen über den heiligen Franziskus erleben. Lackner bedankte sich herzlich bei den Kindern und Jugendlichen für ihren unermüdlichen Dienst in der Kirche – eine Geste, die sicherlich nicht unbeachtet blieb.
In seiner Predigt sprach der Erzbischof darüber, wie wichtig die Demut und Hingabe für Priester und Diakone sind. Er verleugnete nicht die Herausforderungen, mit denen die Kirche konfrontiert ist, und betonte, dass das Evangelium für Franziskus Maßstab seines Handelns gewesen ist. In diesem Jahr sind die Feierlichkeiten besonders, da sie im Zeichen des heiligen Franziskus stehen – einem Vorbild für viele, das nicht nur die Gläubigen, sondern auch die Ausgegrenzten in den Fokus rückte.
Ein Pilger auf den Spuren des heiligen Franziskus
Franz Lackner, der als Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz fungiert, ist auch ein leidenschaftlicher Pilger. Vor nicht allzu langer Zeit machte er sich auf den Weg von Florenz nach Rom – mehr als 640 Kilometer zu Fuß. Mit Rucksack und in Ordenskutte wanderte er, ganz im Geiste des heiligen Franziskus, durch die malerischen italienischen Regionen Toskana, Umbrien und Latium. „Pilger der Hoffnung“ hieß das Motto, unter dem das Heilige Jahr der katholischen Kirche stand. Was für eine beeindruckende Reise! Lackner stellte fest, dass er bei jedem Schritt, den er machte, die tiefe Verbundenheit zu Gott und den Menschen spürte.
Sein erstes großes Ziel war Assisi, wo er am Grab des heiligen Franziskus betete und die Stätte des seligen Carlo Acutis besuchte. Diese Pilgerreise war für ihn eine „tiefe, berührende Erfahrung“ – eine Gelegenheit, über Glauben, Zweifel und den eigenen Lebensweg nachzudenken. Es ist kein Geheimnis, dass er spürt, wie die Zeit vergeht. Seine Mitarbeitenden sind oft viel jünger, und er erkennt, dass es Zeit für neue Impulse ist. So bleibt er ein Bischof, der zuhört, offen ist für die Menschen und die Zeichen der Zeit erkennt.
In einer Welt, die oft Gott aus den Augen verliert, ist es wichtig, Erinnerungen zu wecken und die Verbindung zu stärken. Der Erzbischof von Salzburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Verbindung aufrechtzuerhalten – für die Menschen und vor allem für Gott.
