125 Jahre Feuerwehr Mariasdorf: Tradition trifft auf modernste Technik
Die Freiwillige Feuerwehr Mariasdorf hat kürzlich ein ganz besonderes Fest gefeiert – 125 Jahre Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung. Das Jubiläum fand im feierlichen Rahmen des Tages der Feuerwehr statt und brachte zahlreiche Besucher zusammen, die die Leistungen und den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute würdigten. Bei strahlendem Wetter und guter Laune wurde nicht nur das Bestehen der Feuerwehr gefeiert, sondern auch ein neues Kommandofahrzeug (KDOFA) übergeben. Abschnittskommandant Peter Putz und sein Stellvertreter, Oberbrandinspektor Franz Hofmeister, nahmen das neue Fahrzeug mit Stolz entgegen.
Landesrat Leonhard Schneemann war ebenfalls vor Ort und hob die immense Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung hervor. „Ohne diese engagierten Männer und Frauen wäre unsere Gesellschaft nicht so sicher“, so Schneemann. Es ist in der Tat bemerkenswert, wie die burgenländische Landesregierung die Freiwilligen Feuerwehren unterstützt, sei es durch Investitionen in Feuerwehrhäuser oder neue Fahrzeuge. Für das neue KDOFA in Mariasdorf wurden beispielsweise Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro bereitgestellt. Auch ein geplantes Feuerwehrhaus in Mariasdorf erhält Unterstützung vom Land – ein echter Lichtblick für die Feuerwehr und die gesamte Gemeinde.
Ein Rückblick auf die Feuerwehrgeschichte
Die Freiwilligen Feuerwehren in Österreich haben eine lange und bewegte Geschichte, die bis ins 3. Jahrhundert zurückreicht. Erste Hinweise auf Feuerwehren gab es in Carnuntum, wo Militärveteranen für den Brandschutz zuständig waren. Ein paar Jahrhunderte später, im Jahr 1847, wurde die erste freiwillige Feuerwehr im Stift St. Florian gegründet. Was damals als kleine Gruppe begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem Rückgrat der Sicherheitsstruktur in Österreich.
Die Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehr auf österreichischem Staatsgebiet in Innsbruck im Jahr 1857 ist ein weiterer bedeutender Meilenstein. In den darauffolgenden Jahren schossen die Feuerwehren wie Pilze aus dem Boden. Allein in den fünf Jahren nach 1865 wurden über 400 Feuerwehren gegründet. Heute gibt es in Österreich eine Vielzahl an Freiwilligen Feuerwehren, die sich tapfer für die Sicherheit ihrer Mitmenschen einsetzen. Die Feuerwehr in Mariasdorf ist da keine Ausnahme – hier wird traditionell großgeschrieben, was Engagement und Gemeinschaftssinn betrifft.
Die Feuerwehr als Teil der Gemeinschaft
Feuerwehren sind nicht nur für den Brandschutz zuständig, sondern auch für die Rettung von Menschenleben und die Unterstützung der Gemeinde in Krisensituationen. Sie sind oft die Ersten vor Ort, wenn es brenzlig wird. Das zeigt sich auch in Mariasdorf, wo die Feuerwehr nicht nur mit modernster Technik, wie dem neuen KDOFA, ausgestattet ist, sondern auch über ein starkes Gemeinschaftsgefühl verfügt. Die Kameradschaft, die hier gelebt wird, ist beispielhaft und zeigt, wie wichtig die Feuerwehr für das soziale Gefüge einer Gemeinde ist.
Die Förderung durch die Landesregierung ist dabei ein wichtiger Aspekt, denn ohne diese Unterstützung wären viele Feuerwehren, vor allem in ländlichen Gebieten, aufgeschmissen. Die Burgenländische Landesregierung hat erkannt, dass die Freiwilligen Feuerwehren das Rückgrat der Sicherheitsstruktur im Burgenland sind. Wenn man bedenkt, wie viel Engagement in den ehrenamtlichen Dienst fließt, ist es nur recht und billig, dass die Behörden hier auch in die Zukunft investieren.
Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass die Feuerwehren in Österreich stets anpassungsfähig waren. Von den ersten Anfängen im antiken Carnuntum bis hin zu den modernen Feuerwehrstrukturen von heute – die Entwicklung ist beeindruckend. Und so bleibt die Feuerwehr Mariasdorf ein leuchtendes Beispiel für Tradition und Fortschritt, für Sicherheit und Gemeinschaftssinn. In diesem Sinne – auf die nächsten 125 Jahre!
