Am 25. Mai 2026, um 20:30 Uhr, wurde in Dorfgastein ein wahrhaft spannender Einsatz gemeldet: Die Feuerwehr wurde gerufen, um einem Kalb in einer misslichen Lage zu helfen. Über die LAWZ Salzburg erfolgte die Alarmierung, und schon kurze Zeit später rückten 20 mutige Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen aus, um das Tier zu retten. Ja, es war keine einfache Aufgabe – das Kalb war in einem exponierten Gelände gefangen. Diese Herausforderung machte eine bergseitige Rettung unmöglich.
Das Kalb musste über eine etwa 15 Meter hohe Felswand ins Tal gebracht werden. Man kann sich vorstellen, wie der Adrenalinkick in der Dunkelheit des Grabens die Situation noch spannender machte. Die Einsatzkräfte setzten Seile, Sicherungsgeräte und Beleuchtungsgeräte ein, um die Rettung zu koordinieren. Nach einer Stunde harter Arbeit war das Kalb schließlich sicher aus dem Graben befreit und konnte den erleichterten Tierhaltern übergeben werden. Der Einsatz dauerte bis 22:30 Uhr und wurde von OFK BR Matthias Egger geleitet. Ein großer Dank an die Feuerwehr Dorfgastein für ihren unermüdlichen Einsatz!
Tierrettung – Ein wichtiger Teil der Feuerwehrarbeit
Die Tierrettung ist ein zentraler Bestandteil der Feuerwehrarbeit, und das nicht nur in Salzburg. Ganz gleich, ob ein Pferd im Graben steckt, eine Katze sich im Baum verfangen hat oder gar ein Kuhstall brennt – die Feuerwehr ist zur Stelle. Laut Feuerwehrfrau Theresa Balzer ist es wichtig, die Feuerwehr nur zu rufen, wenn das Tier in unmittelbarer Gefahr ist. Manchmal ist es so einfach: Katzen im Baum zum Beispiel kommen oft selbst wieder herunter, und das ohne Feuerwehrhilfe!
Natürlich sind Einsätze zur Tierrettung in der Regel kostenpflichtig für die Tierhalter. Die Gemeinden können jedoch die Kosten übernehmen, wenn kein Eigentümer ermittelt werden kann. Das ist ein bisschen wie im Lotto: Man weiß nie, ob man gewinnt oder nicht. In Bayern sind solche Einsätze sogar kostenfrei, wenn für ein Tier unmittelbare Gefahr besteht. Die Kosten für Tierrettungen können je nach Kommune und Umfang des Einsatzes stark variieren – ein Feuerwehrwagen für eine Stunde schlägt mit etwa 500 Euro zu Buche, während ein Rettungsboot schon mal 200 Euro kosten kann.
Ein weiteres Beispiel aus Celle
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Tierrettungen überall wichtig sind. Am 25. Juni 2025, um 7:34 Uhr, wurde die Feuerwehr Celle zu einer Tierrettung alarmiert. Ein Reh hatte sich in ein Regenrückhaltebecken verirrt und konnte nicht selbstständig entkommen. Zwei Wasserretter der Feuerwehr, ausgestattet mit speziellen Anzügen, machten sich ans Werk. Das Reh war zunächst schüchtern und floh vor den Helfern. Doch mit viel Geduld und einer behutsamen Annäherung gelang es einem Feuerwehrmann, das Tier zu sichern und ans Ufer zu ziehen. Und siehe da – das Reh flüchtete unverletzt in die angrenzende Vegetation. Ein Happy End, das zeigt, wie wichtig die Arbeit der Feuerwehr auch für unsere wildlebenden Tiere ist!
Die Zahl der Einsätze mit Großtieren hat in den letzten Jahren zugenommen, und die Feuerwehren trainieren regelmäßig mit speziellen Dummys, um für solche Herausforderungen gewappnet zu sein. Freiwillige Feuerwehren sind dabei besonders wichtig. Sie bilden das Rückgrat der Tierrettungsaktionen und sind auf Nachwuchs angewiesen. Die Feuerwehr ist nicht nur eine Institution, die Brände löscht oder Menschen in Not hilft – sie ist auch der Freund und Helfer der Tiere in unserer Umgebung. Und das ist doch einfach nur großartig, oder?
