Heute ist der 25.05.2026 und in Salzburg brodelt es mal wieder in der Diskussion über Mikrohotels. Die Stadt, die für ihre atemberaubenden Landschaften und kulturellen Schätze bekannt ist, sieht sich zunehmend mit den Folgen des Tourismus konfrontiert. Immer mehr Mikrohotels sprießen wie Pilze aus dem Boden – und das hat seine ganz eigenen Tücken.
Gerade erst hat der Salzburger Landtag im April 2025 einstimmig für strengere Beschränkungen von Mikrohotels gestimmt. Ein Schritt, der nicht nur von Landesrat Zauner begrüßt wird, sondern auch von vielen Salzburger:innen, die das Gefühl haben, dass diese kleinen, oft unauffälligen Unterkünfte dem Wohnungsmarkt schaden. Sie entziehen leistbare Wohnungen und bringen die Preise zum Steigen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern macht auch vielen das Leben schwer.
Die Novelle im Detail
Und wie geht’s jetzt weiter? Eine Novelle des Raumordnungsgesetzes (ROG) steht in den Startlöchern. Landesrat Zauner hat angekündigt, dass diese nächste Woche in Begutachtung gehen soll. Der GRÜNE Raumordnungssprecher Simon Heilig-Hofbauer hat sich bereits positiv über den Fortschritt geäußert. Es ist wichtig, dass diese Regelungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch effektiv und vollziehbar sind. Schließlich soll über § 60 ROG eine strengere Handhabung von Mikrohotels erreicht werden, die auch in Zukunft für mehr Wohnraum sorgt.
Ein zentrales Element der geplanten Novelle sind die Bebauungspläne. Diese sollen Zonen festlegen, in denen touristische Nutzung ausgeschlossen werden kann. Das könnte endlich dazu führen, dass die Balance zwischen Tourismus und Wohnraum wiederhergestellt wird. Klare Regeln wären ein echter Gewinn für die Stadt und ihre Bewohner.
Ein Blick in die Zukunft
Die Diskussion um Mikrohotels ist also alles andere als vorbei. Mit dem Begutachtungsentwurf, der bald veröffentlicht wird, können wir gespannt sein, welche weiteren Details auf uns zukommen. Die Stadt Salzburg steht vor der Herausforderung, eine Lösung zu finden, die sowohl den Bedürfnissen der Touristen als auch denen der Einheimischen gerecht wird. Die Schaffung von Wohnraum muss oberste Priorität haben, und das wird nicht ohne harte Auseinandersetzungen gehen. Aber vielleicht ist das auch der Anfang einer neuen Ära für Salzburg, in der das Wohl aller im Vordergrund steht.
Die Zukunft der Stadt hängt davon ab, wie wir mit diesen Herausforderungen umgehen. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Gesetze tatsächlich greifen und die Situation verbessern können. Eines steht jedoch fest: Die Salzburger:innen sind bereit, ihren Platz in dieser Debatte einzufordern und sich für eine lebenswerte Stadt einzusetzen. Die nächsten Schritte werden spannend!
