In Salzburg-Taxham tut sich was! Die Caritas Salzburg hat sich das ehemalige Seniorenwohnhaus Bolaring geschnappt und gibt ihm mit dem „Haus Lukas“ ein neues, frisches Gesicht. Hier sollen Menschen ab 45 Jahren, die mit psychischen und psychiatrischen Erkrankungen kämpfen, ein neues Zuhause finden. Die Umbauarbeiten laufen bereits auf Hochtouren und sollen bis Oktober 2026 abgeschlossen sein. Das klingt doch nach einem zukunftsorientierten Projekt, oder? Im November 2026 ist dann der große Einzug für die ersten Bewohnerinnen und Bewohner geplant.

In der ersten Phase werden 15 Wohnplätze geschaffen, die dann im Jahr 2027 auf insgesamt 34 Plätze aufgestockt werden. Andrea Schmid, die Direktorin der Caritas Salzburg, zeigt sich optimistisch, dass alle Voraussetzungen für die neue Einrichtung rechtzeitig geklärt werden. Auch Marion Kreidenhuber, die Einrichtungsleiterin, hebt die Wichtigkeit geeigneter Wohnformen für die Zielgruppe hervor. Das „Haus Lukas“ soll nicht nur ein Dach über dem Kopf bieten, sondern auch Schutz, Stabilität und eine langfristige Perspektive für die Bewohner.

Dialoge mit der Nachbarschaft

Am 20. Juli fand der erste „Nachbar-Dialog“ statt, der auf reges Interesse stieß. Rund 25 Nachbarinnen und Nachbarn nahmen teil und brachten ihre Bedenken bezüglich offener Zugänge und Privatsphäre zur Sprache. Christian Reisinger vom Bewohnerservice Bolaring ist sich der Sorgen bewusst und betont, dass die Caritas diese ernst nehmen möchte. Weitere Informations- und Austauschtermine sind bereits für September und Oktober geplant, um den Dialog aufrechtzuerhalten.

Das Zusammenleben im „Haus Lukas“ wird durch klare Regeln strukturiert. Illegale Drogen sind tabu, und Personen mit Suchtvergangenheit dürfen nur einziehen, wenn sie sich in ärztlicher Behandlung befinden. Alkohol- und Tabakkonsum sind natürlich im normalen Rahmen erlaubt. Die Sicherheit der Bewohner hat oberste Priorität: Ständiges Betreuungspersonal wird dafür sorgen, dass sich alle geschützt und geborgen fühlen können.

Gemeinschaft und Aktivitäten

Ein wichtiger Bestandteil des Lebens im „Haus Lukas“ sind die Gemeinschaftsräume, die dazu einladen, miteinander zu kommunizieren und soziale Kontakte zu pflegen. Hier wird es Möglichkeiten geben, gemeinsam zu kochen, was sicherlich für eine gemütliche Atmosphäre sorgt. Außerdem sind verschiedene Angebote wie Bewegungsprogramme, kognitives Training und kreative Aktivitäten geplant. Das Ziel? Halt und Orientierung bieten, damit sich jeder in diesem neuen Zuhause wohlfühlt und Teil einer Gemeinschaft wird.

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Die Caritas Salzburg hat bereits Erfahrung mit ähnlichen Einrichtungen in Salzburg und Elsbethen. Derzeit leben dort 82 Menschen, und fast 40 Personen stehen auf der Warteliste für Wohn- und Betreuungsplätze. Es ist klar, dass der Bedarf an solchen Einrichtungen groß ist. Das „Haus Lukas“ wird nicht nur als Wohnraum fungieren, sondern als Ort, an dem Menschen mit psychischen Erkrankungen Hoffnung, Gemeinschaft und eine neue Perspektive finden können. In einem Umfeld, das Sicherheit und Unterstützung bietet, können die Bewohner sich entfalten und wieder Fuß fassen.