Es war ein besonderes Ereignis in Salzburg, als die Erzdiözese 20 junge Erwachsene aus ihrer südkoreanischen Partnerdiözese Daegu nach einem sechstägigen Austauschprogramm verabschiedete. Diese Gruppe, im Alter von 20 bis 34 Jahren, war vom 16. bis 22. Juli in der Stadt und hat in dieser Zeit vieles erlebt. Organisiert wurde das Programm von der Katholischen Jugend Salzburg und der Diözesankommission für Weltkirche, die sich um die Begegnung zwischen den Kulturen und Glaubensgemeinschaften kümmern.

Der Höhepunkt des Austauschs war eine Messe, die Erzbischof Franz Lackner in der Dreifaltigkeitskirche feierte. Mit einem warmen Lächeln und einer Botschaft des Dankes verabschiedete er die Gruppe, die ihm, so Lackner, viel Freude bereitet hat. „Ich bleibe beschenkt zurück“, bemerkte er und drückte damit die tiefe Verbundenheit aus, die in den Tagen des Austauschs gewachsen war.

Eine Tradition mit Zukunft

Der Austausch zwischen den Jugendlichen beider Diözesen hat eine lange Tradition. Bereits seit 1968 besteht die Partnerschaft zwischen Salzburg und Daegu. Jedes zweite Jahr besucht eine Gruppe junger Menschen die jeweils andere Diözese. Im nächsten Jahr, 2024, werden junge Salzburger nach Südkorea reisen, und für 2026 ist ein weiterer Besuch von Jugendlichen aus Daegu in Salzburg geplant. Es ist wie ein stetiger Fluss von Begegnungen, der nicht nur Freundschaften, sondern auch ein tiefes Verständnis für die jeweils andere Kultur fördert.

Die Teilnehmer erwarteten ein volles Programm mit gemeinsamen Ausflügen, Gebetszeiten und spirituellen Impulsen. Dabei gibt es sogar die Möglichkeit, als Gastfamilie zwei koreanische Gäste für ein Wochenende aufzunehmen. So wird der Austausch nicht nur zu einem Erlebnis für die Teilnehmer, sondern auch für die Salzburger Familien, die die kulturellen Unterschiede hautnah erleben dürfen.

Ein Blick über den Tellerrand

Südkorea ist ein faszinierendes Land mit einer beeindruckenden katholischen Geschichte, die bis ins späte 18. Jahrhundert zurückreicht. Rund 11,4 Prozent der Bevölkerung gehören der katholischen Kirche an, die in Daegu, einer der bedeutendsten katholischen Regionen des Landes, besonders stark vertreten ist. Die Erzdiözese Daegu umfasst 164 Pfarren, während Salzburg 210 Pfarren hat. Diese Zahlen zeigen, dass beide Diözesen nicht nur geografisch weit voneinander entfernt sind, sondern auch in ihrer Struktur und Gemeinschaft stark verwurzelt sind.

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Die kommenden Reisen nach Südkorea versprechen aufregende Erlebnisse: Stadtführungen, Gottesdienste und Besuche bei Gastfamilien stehen auf dem Programm. Es wird auch die Möglichkeit geben, kulturelle Highlights wie die Königsstadt Gyeongju oder die nordkoreanische Grenze zu besichtigen. Gespräche mit jungen Ehrenamtlichen der Diözese Daegu werden den Austausch bereichern und die Teilnehmenden in die lokale Kultur eintauchen lassen.

Die katholische Kirche in Südkorea kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, die mit dem Jahr 1784 ihren Anfang nahm, als die erste katholische Gemeinde gegründet wurde. Mit der Einführung der Religionsfreiheit im Jahr 1882 konnte sich die Kirche weiter entfalten und hat seither einen festen Platz in der südkoreanischen Gesellschaft. Eine lebendige und aktive Gemeinschaft, die auch im Austausch mit Salzburg weiterhin blühen wird.