Heute ist der 8. Juni 2026, und die Stadt Salzburg erblüht im Zeichen der Archive. Die Tage der Archive stehen vor der Tür, und das Motto „kunst*voll“ zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Veranstaltungsgeschehen. Man kann förmlich die Vorfreude in der Luft spüren, während die achzehn verschiedenen Archive mit ihren rund vierzig Programmpunkten auf die Besucher warten. Es ist eine großartige Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Schätze zu entdecken, die in den Depots verborgen liegen.
Was erwartet uns konkret? Ein besonderes Highlight wird der Workshop im Haus der Stadtgeschichte sein, wo Teilnehmer unter Anleitung ihr eigenes Beutelbuch anfertigen können. Diese kleinen Lederbeutel mit ihren historischen Ursprüngen bis ins 14. Jahrhundert zurück sind nicht nur ein Stück Geschichte, sondern auch ein kreatives Erlebnis. Zudem wird das Salzburger Landesarchiv seine Türen öffnen und gemalte, gestochenen, und illuminierten Archivalien präsentieren. Wer sich für die Herstellung von Kleisterpapier interessiert, kommt ebenfalls auf seine Kosten.
Vielfalt der Archive entdecken
Die Veranstaltung bietet eine breite Palette: Führungen durch kunst- und kulturhistorische Depots im Salzburg Museum oder Einblicke in die faszinierende Welt der Fotokunst im Fotohof Archiv. Auch das Archiv des Salzburger Landestheaters wird eine Verbindung zwischen Theater und Film herstellen, und die Salzburger Festspiele zeigen mit „The Living Archive“ Kostüme und Requisiten – ein wahrer Augenschmaus für Theaterliebhaber!
Die Internationalen Stiftung Mozarteum feiert 70 Jahre Mozartwoche, und die Universität Mozarteum lädt zu einem Workshop zur Identifikation von Personen auf Fotos ein. Hier wird die Vergangenheit lebendig! Auch das Haus der Natur öffnet seine biologischen und geowissenschaftlichen Sammlungen. So viel Wissen, so viele Geschichten – die Archive sind lebendige Wissensorte, wie Dagmar Aigner, die Leiterin der Kulturabteilung, treffend formuliert hat.
Kunst und Geschichte vereinen sich
Die Vielfalt der Archive zeigt sich auch in Präsentationen im Franziskanerkloster unter dem Motto „Ars vivendi“ und Spezialführungen im Literaturarchiv, wo mehr als nur begabte Persönlichkeiten aufblitzen. Und wenn man denkt, das wäre schon alles, so wartet das Archiv der Erzdiözese mit Informationen zur Ahnenforschung und einem Workshop zur Datierung musikalischer Quellen auf. Es ist wirklich beeindruckend, wie Archive nicht nur bewahren, sondern auch aktiv Wissen vermitteln.
Interessant wird es auch im Stift St. Peter, wo kunstvolle Schreibkalender präsentiert werden. Man merkt, dass die Archive in Salzburg ein wahres Sammelsurium an Schätzen bewahren – von verzierte Handschriften über Buchkunst bis hin zu wertvollen Dokumenten und Fotografien. Alles wird sorgsam restauriert und für die Nachwelt gesichert.
In diesen Tagen ist die Stadt ein Schmelztiegel für Kreativität und Wissen. Egal ob man sich für historische Dokumente oder die Kunst der Archivierung interessiert, in Salzburg findet jeder seinen Platz. Und mit freiem Eintritt in die Veranstaltungen wird der Besuch zu einem Erlebnis für Jung und Alt. Sozusagen ein Fest für alle Sinne, das zum Staunen einlädt!
