Die Salzburger Kinolandschaft steht vor einem spannenden Umbruch! Ab Juli wird Josef Kirchner die Leitung von „Das Kino“ übernehmen und tritt damit in große Fußstapfen. Wer könnte es besser wissen als die langjährige Geschäftsführerin Renate Wurm, die beeindruckende 35 Jahre im Haus tätig war, davon 10 Jahre an der Spitze. Sie hat das Kino geprägt und wurde sogar für ihre herausragende Kulturarbeit mit dem Verdienstzeichen des Landes Salzburg geehrt. Was für ein Abschied!
Kirchner ist seit 2010 im Team und war zuletzt für das „Mobile Kino“ verantwortlich. Das ist schon mal ein gutes Zeichen, denn er kennt die Bedürfnisse der Filmfans genau. Mit frischem Wind will er das Programm weiterentwickeln und neue Publikumsgruppen ansprechen. Besonders am Herzen liegt ihm die Filmvermittlung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Und das ist noch nicht alles: Im Herbst 2026 plant er die Einführung des Projekts „Kino für alle“, das gezielt Eltern mit kleinen Kindern und Menschen mit besonderen Bedürfnissen ansprechen soll. Das klingt nach einer tollen Idee, um das Kinoerlebnis für alle zugänglich zu machen!
Zugänglichkeit im Fokus
Ein besonderes Augenmerk legt Kirchner auf die Sondervorstellungen, die jeden Freitag um 15 Uhr stattfinden und zu reduzierten Preisen für bestimmte Personengruppen angeboten werden. Hier zeigt sich sein Engagement, mehr Menschen ein angenehmes Kinoerlebnis zu ermöglichen. Die Begeisterung für den Film soll nicht nur im städtischen Raum, sondern auch in die ländlichen Regionen getragen werden. Und das ist dringend nötig, denn Film ist ein wunderbares Medium, das verbindet.
Doch wie sieht es mit der Barrierefreiheit in Kinos aus? Laut dem Filmförderungsgesetz (FFG) müssen Kinos mit barrierefreien technischen Voraussetzungen ausgestattet sein, um Investitionsförderung zu erhalten. Das bedeutet, dass es zwar gesetzliche Vorgaben gibt, aber in der Praxis oft an der Umsetzung hapert. Barrierefreie Angebote werden häufig nur bei Sondervorstellungen oder speziellen Filmreihen für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Das ist schade, denn viele Menschen haben ein Recht auf ein unbeschwertes Filmerlebnis.
Technologische Unterstützung
Eine interessante Möglichkeit, die Zugänglichkeit zu verbessern, bietet die App „Greta“ von Greta & Starks. Sie ermöglicht ein barrierefreies Filmerlebnis durch Audiodeskription und erweiterte Untertitel. Nutzer können die App auf ihrem Smartphone installieren und die entsprechenden Spuren vor Filmbeginn herunterladen. Aktuell sind etwa 1100 Filme über die Greta-App barrierefrei verfügbar. Das ist eine große Hilfe!
Ein weiteres tolles Tool ist Sennheiser MobileConnect, eine Smartphone-App, die Audio- und Untertitelspuren aus dem Film-DCP ausliest und überträgt. In Deutschland sind rund 20 Kinos mit diesem System ausgestattet. Solche Innovationen sollten auch in Salzburg Einzug halten, damit niemand mehr ausgeschlossen wird. Und das ist nur der Anfang. In den USA und Großbritannien werden bereits Datenbrillen getestet, die Untertitel direkt ins Sichtfeld einblenden. Wie praktisch wäre das!
Die Filmbranche in Salzburg hat mit Kirchners bevorstehender Übernahme eine spannende Zeit vor sich. Es bleibt zu hoffen, dass er die nötigen Schritte unternimmt, um das Kino für alle zugänglich zu machen. Die Vorfreude auf das, was da kommen mag, ist groß. Man kann nur gespannt sein, wie sich das Kino unter seiner Regie entwickeln wird!
