Die Tenniswelt staunt: Anastasia Potapova hat beim WTA-1000-Turnier in Madrid für Furore gesorgt und sich überraschend ins Viertelfinale katapultiert. Die junge Russin, die als Lucky Loser ins Hauptfeld nachgerückt war, zeigte Nervenstärke und besiegte im Achtelfinale die Weltranglisten-Zweite Jelena Rybakina mit 7:6(8), 6:4. Ein Erfolg, der für die 22-Jährige den vierten Einzug in die Runde der besten acht bei einem 1000er-Turnier bedeutet.

Im Viertelfinale wartet nun die erfahrene Tschechin Karolina Pliskova, die sich mit einem klaren 6:4, 6:3 gegen Solana Sierra durchsetzen konnte. Potapova, die im ersten Satz zunächst mit einem Break in Führung ging, geriet zwar mit 3:5 in Rückstand, kämpfte sich aber zurück und entschied das Tie-Break für sich, nachdem sie einen Satzball von Rybakina abgewehrt hatte. Im zweiten Satz lag sie erneut hinten, fand aber wieder zurück in die Spur und verwandelte nach 1:53 Stunden ihren zweiten Matchball.

Glück im Unglück: Was bedeutet „Lucky Loser“?

Der Begriff „Lucky Loser“ beschreibt einen Spieler, der nach einer Niederlage in der Qualifikation für ein Turnier als Ersatzspieler in das Hauptfeld eintritt. Potapova hatte in der Qualifikation gegen Sinja Kraus verloren, rückte jedoch aufgrund einer Absage ins Turnier nach. Die Auswahl der Lucky Losers erfolgt in der Regel nach dem aktuellen Ranking der Spieler, wobei der bestplatzierte Spieler aus der letzten Qualifikationsrunde zuerst berücksichtigt wird. Bei Grand Slam-Turnieren wird ein Zufallsziehungssystem verwendet, um die Plätze für Lucky Losers zu vergeben, eine Regelung, die nach einem umstrittenen Vorfall im Jahr 2006 eingeführt wurde.

Interessanterweise hat es in der Geschichte des Tennis noch keinen Lucky Loser gegeben, der ein Grand Slam-Turnier gewonnen hat. Dennoch haben einige Lucky Losers bemerkenswerte Erfolge erzielt, darunter die sechs Frauen, die WTA-Titel gewonnen haben, nachdem sie als Lucky Loser in die Hauptauslosung eingetreten sind. Die erste Spielerin, die dies schaffte, war Andrea Jaeger im Jahr 1980. Aktuell ist Maria Timofeeva die erste Spielerin, die 2023 bei ihrem Debüt als Lucky Loser ein WTA-Turnier gewinnen konnte.

Ein Blick auf die Konkurrenz

In Madrid bleibt es spannend: Aryna Sabalenka, die Weltranglisten-Erste und Titelverteidigerin, hat ebenfalls für Aufsehen gesorgt. Trotz eines verlorenen ersten Satzes gegen Naomi Osaka konnte sie mit 6:7(1), 6:3, 6:2 die Oberhand behalten. Ein weiteres Highlight war das Ausscheiden von Coco Gauff, die als dritthöchste gesetzte Spielerin gegen Linda Noskova mit 4:6, 6:1, 6:7(5) das Nachsehen hatte.

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Die Tennisleckerbissen in Madrid gehen also weiter, und die Augen sind gespannt auf das bevorstehende Duell zwischen Potapova und Pliskova gerichtet. Wer wird sich im Kampf um den Titel durchsetzen? Die Spannung steigt!