Kulturraum Pötzelberg: Ein Geheimtipp für Musik und Begegnung im Pongau
Im Herzen des Pongaus, genauer gesagt in Altenmarkt, hat sich ein Ort der kulturellen Entfaltung etabliert, der für viele überraschend neu ist: der Kulturraum Pötzelberg. Hier hat Anneliese Schneider, eine leidenschaftliche Klavierlehrerin am Musikum in Altenmarkt-Radstadt, eine umgebaute Tenne ihres ehemaligen Bergbauernhofs in einen einladenden Konzertsaal verwandelt. Nach über fünf Jahren voller kreativer Veranstaltungen, die von Jazz über Klassik bis hin zu Literatur reichen, zieht dieser Raum nicht nur Einheimische, sondern auch Besucher von weit her an.
Die Idee, diesen besonderen Kulturraum zu schaffen, entstand, als Annelieses Eltern nicht mehr in der Landwirtschaft tätig sein konnten. Mit einem Masterstudium in Musiktherapie und einer Ausbildung in Instrumentalpädagogik mit Schwerpunkt Jazzklavier bringt sie sowohl Fachwissen als auch Leidenschaft in ihre Arbeit ein. Der kleine, aber feine Konzertsaal bietet Platz für 50 Personen und ist die perfekte Kulisse für ein abwechslungsreiches Programm – ein Ort, an dem Musik und Sprache zusammenfinden.
Ein abwechslungsreiches Programm
Was im Pötzelberg auf dem Programm steht, ist alles andere als eintönig. Am 20. Juni 2026 wird die „Straussiade Ü1000“ gefeiert, ein Event, das Schauspiel, Literatur und Musik miteinander verbindet. Renommierte Musikerinnen von der Camerata Salzburg und dem Mozarteum Orchester werden den Abend mit ihren Klängen bereichern. Außerdem werden literarische Beiträge von Sabine Perschy und Walter Sachers das Publikum fesseln. Es gibt auch Raum für Kulinarik – unter dem Motto „Good food good mood“ sorgen regionale Köchinnen und Köche für das leibliche Wohl. Und hey, das ist nicht alles! Nach einer Sommerpause sind im Herbst Konzerte am 12. September und 14. November geplant.
Besonders aufregend ist die Schubertiade am 21. Juni, die unter dem Motto „Wandern am Grat des Lebens“ steht. Hier beginnt das Programm mit einem Aperitif um 16:30 Uhr, gefolgt von einem Auftritt der talentierten Sopranistin Sara Gröschl und anderer Musiker. Um 18:30 Uhr wird Historiker Michael Mooslechner über Schubert und seine Zeit sprechen – das klingt nach einer perfekten Mischung aus Genuss und Bildung!
Ein Ort für Austausch und Begegnung
Der Kulturraum wird vom Verein für Musik und Gesellschaftskultur organisiert, wobei die Künstlerinnen und Künstler selbst die Programme entwickeln. So entsteht eine lebendige Atmosphäre, in der jeder Abend zu einem besonderen Erlebnis wird. Die letzten Veranstaltungen waren ein voller Erfolg – zuletzt traten die französische Kontrabassistin Joëlle Léandre und die österreichische Pianistin Elisabeth Harnik auf. Man merkt einfach, dass hier etwas ganz Besonderes stattfindet.
Das Konzept von Anneliese Schneider geht weit über die Musik hinaus. Sie schätzt die Gespräche und den Austausch, der bei den Veranstaltungen entsteht. „Es geht nicht nur um die Kunst, sondern auch um die Menschen, die zusammenkommen und sich begegnen“, sagt sie, und das merkt man in jeder Ecke des Kulturraums. Ein gemütlicher Abend, der in einem Dialog über gesellschaftlich wichtige Themen endet – das ist das Ziel der Veranstaltungen, die hier stattfinden.
Es ist inspirierend zu sehen, wie ein solches Projekt inmitten der malerischen Kulisse des Pongaus aufblüht und einen Raum für Kunst und Begegnung schafft. Wer noch nicht hier war, sollte sich den nächsten Termin im Kalender rot anstreichen.
