Es gibt Neuigkeiten aus der Kulturwelt, die nicht nur für Aufregung, sondern auch für Diskussionen sorgen! Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, ein bekannter Sänger und Vertreter von „art but fair UNITED“, hat sich in einer Pressekonferenz am 20. Mai 2026 in Wien zu Wort gemeldet. Sein Thema? Vorwürfe gegen die Salzburger Festspiele und die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK). Mit einem beeindruckenden Betrag von 85.000 Euro für Klagen und Beschwerden im Gepäck, sieht er sich nicht nur als Anwalt seiner Kollegen, sondern auch als Kämpfer für Gerechtigkeit im Kulturbereich.

Der Chorsänger Martin Thoma, der an Ablinger-Sperrhackes Seite steht, hat im Zusammenhang mit coronabedingten Absagen im Jahr 2020 geklagt. Leider sind seine Ansprüche auf Schadensersatz vom Arbeits- und Sozialgericht Wien abgewiesen worden, was nicht nur enttäuschend, sondern auch finanziell belastend ist. Thoma sieht sich nun mit einem Exekutionsantrag über 29.000 Euro konfrontiert. „Das finanzielle Risiko war mir nicht wirklich bewusst“, gab er zu. Das macht einen schon nachdenklich, oder?

Vorwürfe und Herausforderungen

Die beiden Sänger werfen den Salzburger Festspielen vor, das Theatergesetz nicht eingehalten zu haben. Ein Punkt, der nicht nur für sie, sondern auch für viele andere Künstler von großer Bedeutung ist. Sie fordern die ÖGK auf, einen Prozess wegen Sozialbetrug einzuleiten. Ablinger-Sperrhacke kritisiert zudem, dass die ÖGK den Rahmenvertrag für Chorsänger nicht angefordert hat, was zur Unsicherheit und Unversichertheit während der Proben führt. Thoma berichtet, dass bei nicht wahrgenommenen Proben die Auszahlung einbehalten wird – ein Umstand, der für viele Chorsänger eine Katastrophe darstellt.

Ablinger-Sperrhacke hat auch eine Klage gegen den ehemaligen Festspielintendanten Markus Hinterhäuser eingebracht. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat bereits Ermittlungen gegen Hinterhäuser eingeleitet. Außerdem hat er Klagen gegen den Ex-Kulturminister Werner Kogler und die frühere Kunstsektionschefin Andrea Mayer eingereicht. Inmitten all dieser rechtlichen Auseinandersetzungen lobte er Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler für ihren Mut, sich in dieser Festspielcausa zu positionieren. Edtstadler selbst bestätigte in einem Mail, dass es ein Thema bezüglich der Beschäftigungsverhältnisse gibt – was die Situation noch spannender macht!

Ein Ruf nach Veränderung

Die Vorwürfe und die finanzielle Belastung, die viele Künstler_innen empfinden, sind Teil eines größeren Problems. Der Kulturrat Österreich und mehrere Organisationen haben eine solidarische Arbeitsgemeinschaft gegründet, um die Sozialversicherungsleistungen für Künstler_innen und Kulturarbeiter_innen an die aktuellen Arbeitsrealitäten anzupassen. Immer mehr Künstler sind in atypischen, hybriden Beschäftigungsverhältnissen oder als Solo-Selbständige tätig. Doch die bestehenden Regulative der Sozialversicherungssysteme bieten oft unzureichende Absicherung für diese Menschen.

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Eine Petition im Parlament, die am 30.11.23 im Ausschuss beraten werden soll, fordert eine Reform der sozialen Absicherungssysteme. Der Druck wächst, denn die Stimmen der Künstler werden lauter. Es gibt Forderungen nach einem erleichterten Zugang zur Arbeitslosenversicherung für atypisch Beschäftigte und Selbständige. Dazu kommen Vorschläge zur Verbesserung der Zugänglichkeit zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung – alles Punkte, die im Kunst- und Kulturbereich von großer Relevanz sind.

Inmitten dieser turbulenten Zeiten bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten die nötigen Veränderungen herbeiführen können. Die Herausforderungen sind groß, und die Schicksale der Künstler_innen stehen auf dem Spiel. Es bleibt also spannend, wie sich die Entwicklungen rund um die Salzburger Festspiele und die Sozialversicherung für Künstler_innen weiter gestalten werden!