Heute ist der 8.05.2026 und in Salzburg tut sich wieder einiges, wenn es um die Verbindung von Tourismus und Kultur geht. Die Stadt, die wir alle mit atemberaubenden Gebirgen, traditioneller Volksmusik und farbenfrohen Trachten verbinden, hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur als touristisches Ziel, sondern auch als Schauplatz unzähliger Filme etabliert. Rund 120 Filme, darunter Klassiker wie „Sissi“ und „Die Toten von Salzburg“, haben die Kulisse der malerischen Stadt gewählt. Wer hätte gedacht, dass die berühmte Trapp-Familie und ihre musikalischen Abenteuer so sehr mit dem Bild von Salzburg verwoben sind?

Jetzt wird dieser kulturelle Schatz in einer ganz besonderen Ausstellung im neuen Sound of Music-Museum in Hellbrunn gewürdigt. Unter dem Titel „Edelweiß forever – Landschaft · Musik · Tracht“ lädt die Schau dazu ein, die Klischees und die Realität des Salzburger Tourismus zu erkunden. Ferdinand Czernins Publikation „This Salzburg!“ aus dem Jahr 1937, die zentrale Elemente des Salzburger Tourismus, wie Mozart und die Festspiele, thematisiert, wird in dieser Ausstellung ebenso thematisiert wie auch alte RAVAG-Aufzeichnungen, die uns musikalisch in die Vergangenheit zurückversetzen.

Einblicke in die Ausstellung

Die Ausstellung zeigt nicht nur Originale, sondern auch ein Stück Filmgeschichte. Ein Werbefilm der Österreichischen Tourismuswirtschaft aus dem Jahr 1952 wird präsentiert, um den Besuchern ein Gefühl für die damalige Zeit zu vermitteln. Und was wäre eine Ausstellung über Tracht ohne die berühmte Pongauer Festtracht? Diese wird ebenso zu sehen sein wie ein Rock, den Christopher Plummer im Film getragen hat. Die Originaltonspur von „Edelweiss“ aus dem Film lässt uns die Melodie förmlich im Ohr erklingen, während eine „Jodelstation“ zum Mitjodeln einlädt – das ist doch mal eine coole Idee!

Für alle, die tiefer in die Salzburger Musiklandschaft der 1950er- und 1960er-Jahre eintauchen möchten, gibt es Interviews und Hörbeispiele, die eine lebendige Zeitreise ermöglichen. Für technikaffine Besucher sind QR-Codes bereitgestellt, die auf historische Personen und Themen verweisen – ganz im Sinne der modernen digitalen Welt.

Ein Blick auf die Geschichte

Ein besonders interessanter Aspekt der Ausstellung ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Trapp-Familie im Kontext des Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Diese Perspektive liefert einen kritischen Blick auf die kulturellen Narrative, die oft nur aus einer touristischen Sicht betrachtet werden. Bis zum 1. November 2026 kann die Schau im Monatsschlössl Hellbrunn besucht werden. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall für alle, die sich für die komplexe Geschichte und das kulturelle Erbe Salzburgs interessieren.

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Salzburg bleibt ein Ort voller Geschichten, Klänge und Farben, und mit solcherlei Ausstellungen wird die Stadt ihrer Rolle als kulturelles Zentrum mehr als gerecht. Wer weiß, vielleicht wird die nächste große Filmproduktion wieder in dieser zauberhaften Kulisse gedreht. Man kann nur hoffen, dass die Besucher auch die weniger glitzernden Seiten der Geschichte erkunden und schätzen lernen. Ganz nach dem Motto: Salzburg ist nicht nur ein Bild aus Postkarten, sondern ein lebendiger Teil unserer kulturellen Identität.