Heute, am 23. Juli 2026, gibt es spannende Neuigkeiten aus der Stadt Salzburg! Der Stadtsenat hat unter dem Vorsitz von Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl einen bedeutenden Schritt in Richtung einer kritischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit beschlossen. Fünf Straßen, die bisher nach Personen mit belasteter Geschichte benannt waren, werden umbenannt. Und das Beste daran: Die neuen Namen sollen Frauen gewidmet werden, die in Kunst, Wissenschaft und Widerstand gegen das NS-Regime Außergewöhnliches geleistet haben. Ein echter Lichtblick!

Die Entscheidung, die mit den Stimmen von SPÖ, KPÖ und der Bürgerliste durchgesetzt wurde, zeigt, dass in der Stadt ein Bewusstsein für die Vergangenheit wächst. Vizebürgermeister Dankl hat in seiner Rede betont, dass Straßenbenennungen öffentliche Ehrungen sind und dass es nicht tragbar ist, dass Personen, die sich dem Nationalsozialismus unterworfen haben, weiterhin als Vorbilder gelten können.

Die neuen Straßennamen

Hier sind die Details zu den umbenannten Straßen und den neuen Namenspatroninnen:

  • Josef-Thorak-Straße wird zu Helene-von-Taussig-Straße. Helene von Taussig war eine talentierte Salzburger Malerin jüdischer Herkunft, die 1942 im Vernichtungslager Izbica ermordet wurde.
  • Hans-Pfitzner-Straße wird zu Anna-Reindl-Straße. Anna Reindl war eine mutige kommunistische Widerstandskämpferin, die sich gegen das NS-Regime stellte und 1942 in Auschwitz ermordet wurde.
  • Erich-Schenk-Straße wird zu Elsa-Bienenfeld-Straße. Elsa Bienenfeld war die erste Frau in Österreich mit einem Doktortitel in Musikwissenschaft und wurde 1942 im Konzentrationslager Maly Trostinez ermordet.
  • Resatzstraße wird zu Irma-Rafaela-Toledo-Straße. Irma Rafaela Toledo war eine Zeitzeugin und eine wichtige Vermittlerin für Erinnerung und Dialog zwischen den Generationen.
  • Erich-Landgrebe-Straße wird zu Maria-Johanna-Sedelmaier-Straße. Maria Johanna Sedelmaier war eine bedeutende Salzburger Schriftstellerin und Lehrerin der Biedermeierzeit.

Die Umbenennung wird zwischen 2026 und 2028 schrittweise erfolgen. So wird die Josef-Thorak-Straße bereits am 1. Dezember 2026 zur Helene-von-Taussig-Straße, während die Erich-Landgrebe-Straße erst am 1. Juni 2028 in Maria-Johanna-Sedelmaier-Straße umbenannt wird. Ein langer, aber notwendiger Prozess!

Ein Schritt in die richtige Richtung

Besonders spannend ist, dass diese Entscheidung auf einer gründlichen wissenschaftlichen Untersuchung des Fachbeirats „Erläuterungen von Straßennamen“ basiert. Die fünf umbenannten Straßen wurden in die höchste Kategorie für gravierende NS-Verstrickungen eingestuft. Das zeigt, dass sich die Stadt ernsthaft mit ihrer Geschichte auseinandersetzt.

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Die emotionale Diskussion im Kulturausschuss zeigt, wie wichtig dieses Thema für die Stadtgesellschaft ist. Während sich die KPÖ, SPÖ und die Bürgerliste für die Umbenennung stark gemacht haben, gab es von der ÖVP und der FPÖ Widerstand. Letztere warnte sogar vor einem „Auslöschen“ der Geschichte. Doch der Wille zu einer ehrlichen Aufarbeitung der Vergangenheit scheint stärker zu sein.

Die Umstellung betrifft insgesamt 79 Objekte und eine Vielzahl von Anwohner:innen und Gewerbetreibenden. Die Stadt Salzburg hat bereits mit den Vorbereitungen für die Adressänderungen begonnen und wird nach dem Gemeinderatsbeschluss Informationsschreiben mit Handlungsanweisungen verschicken. Solche Maßnahmen sind wichtig, um die Betroffenen in den Prozess einzubeziehen und die Veränderungen so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Ein lebendiger Austausch über Erinnerungs- und Gedenkkultur wird hier in Salzburg gefördert, und die Stadt zeigt, dass sie bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Eine mutige und sinnvolle Entscheidung, die in die richtige Richtung weist!