Schwammstadt Langenlois: Grüner Fortschritt für urbane Zukunft
In der Gartenbauschule Langenlois in Niederösterreich tut sich was! Hier wird das innovative Schwammstadt-Prinzip umgesetzt, das nicht nur das Wachstum von Bäumen in städtischen Gebieten fördert, sondern auch für eine willkommene Kühlung sorgt. Ein echter Lichtblick in Zeiten, in denen der Klimawandel uns vor große Herausforderungen stellt. Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hat die Bedeutung dieses Konzepts in der Stadtplanung bereits betont. Und das aus gutem Grund: Die Begrünung des öffentlichen Raums wird künftig nach dem Schwammstadt-Modell verstärkt durchgeführt, was nicht nur gut aussieht, sondern auch ein Beitrag zur ökologischen Stabilität ist.
Regenwasser wird hier clever gespeichert, um die Wurzeln der Bäume auch während trockener Phasen mit Feuchtigkeit zu versorgen. Das klingt doch nach einer praktischen Lösung, oder? Das Besondere daran ist der spezielle Untergrund aus durchlässigem Substrat, der aus losen Steinen und Kompost besteht. „Wir leiten das Wasser nicht in den Kanal ab, sondern speichern es direkt im Boden unter den Bäumen“, erklärt Direktor Andreas Kovac. Ein Konzept, das nicht nur nachhaltige Stadtentwicklung fördert, sondern auch den Schülerinnen und Schülern der Gartenbauschule praktische Erfahrungen bietet.
Ein Vorzeigemodell für die Zukunft
Das Areal des Lehrgartens wurde bereits nach dem Schwammstadt-Prinzip umgestaltet, und das hat sich als Vorzeigemodell für die Ausbildung an der Schule etabliert. Schülerinnen und Schüler sammeln hier wertvolle Erkenntnisse, die sie in der Praxis anwenden können. Das Schwammstadt-Konzept, das vor etwa 20 Jahren in Stockholm ins Leben gerufen wurde – auch bekannt als „Stockholmer Modell“ – entstand ursprünglich, um das Absterben von zwei Dritteln der Bäume in der Stadt zu bekämpfen. Ein ernstes Problem, das uns auch in anderen urbanen Gebieten begegnen könnte.
Ein zentraler Punkt ist die Qualität des Wurzelraums, die entscheidend für das Wachstum der Bäume ist. Man geht davon aus, dass etwa zwölf Kubikmeter durchwurzelbarer Raum pro Baum nötig sind, um gesund und kräftig wachsen zu können. In Langenlois wird dieser Gedanke nun aktiv umgesetzt, und die positiven Effekte sind bereits spürbar.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die Gartenbauschule ist nicht allein mit ihrem Vorhaben. Das Schwammstadt-Prinzip findet in mehreren Orten Niederösterreichs Anwendung. Unterstützt wird diese Initiative durch den „Blau-Gelben Bodenbonus“ und Programme wie „Klimafit NÖ“. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans, der auch von der Bundesregierung getragen wird, um einen politischen Rahmen für die Anpassung an den Klimawandel zu schaffen. Mit der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) wird eine sektorenübergreifende Vorgehensweise gefördert, die auch für die Stadtplanung von Bedeutung ist.
In Deutschland etwa werden durch Klimawirkungs- und Risikoanalysen bereits zahlreiche Klimafolgen und Handlungsfelder untersucht. Konzepte wie das der Schwammstadt bieten vielversprechende Ansätze für Regenwassermanagement und die Integration von Klimaanpassungen in städtische Planungen. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft fordert zudem einen aktiven Wandel im Umgang mit Wasser in der Stadtentwicklung. Ein echter Weckruf, wenn man bedenkt, wie wichtig Wasser für unsere Städte ist!
In Anbetracht all dieser Entwicklungen wird deutlich, dass die Gartenbauschule Langenlois mit ihrem Schwammstadt-Prinzip nicht nur einen Schritt in die richtige Richtung macht, sondern auch ein Zeichen setzt für eine klimasensible und zukunftsorientierte Stadtplanung. Ein Konzept, das uns allen zugutekommt und nicht nur für frische Luft sorgt, sondern auch für eine grünere und lebenswertere Zukunft.
