Die italienische Pizzeria-Kette Rossopomodoro, die sich vor nicht allzu langer Zeit in Österreich niederlassen wollte, zieht nun überraschend alle ihre Filialen zurück. Das klingt fast wie ein schlechter Witz, ist aber bitterer Ernst: Die Betreibergesellschaft Polparossa Due GmbH hat Insolvenz am Handelsgericht Wien angemeldet. Betroffen sind die Standorte im Designer Outlet Center in Parndorf und in Wals-Himmelreich bei Salzburg. Insgesamt stehen 24 Mitarbeiter vor der Herausforderung, sich eine neue Anstellung zu suchen – das ist kein Zuckerschlecken!

Die Geschichte von Rossopomodoro in Österreich begann im März 2024, als das Unternehmen gegründet wurde. Ein erster Standort in Salzburg sollte Ende 2024 eröffnen, gefolgt von einem zweiten in Parndorf Mitte 2025. Doch die Realität sieht anders aus. Die Besucherzahlen blieben hinter den Erwartungen zurück. Das Hauptproblem? Eine unerwartet geringe Kundenfrequenz, die den Umsatz drastisch drückte. Hinzu kamen hohe Mietkosten, Betriebsausgaben und Personalkosten, die die Bilanz der Restaurantkette stark belasteten. In weniger als zwei Jahren summierten sich die Verluste auf rund 900.000 Euro – ein echtes Fiasko!

Die Hintergründe der Insolvenz

Die Liquiditätsreserven der Polparossa Due GmbH sind vollständig aufgebraucht. Geschäftsführer Marco Gatti suchte Anfang 2024 verzweifelt nach Lösungen und sprach mit dem Franchisegeber Sebeto S.p.A. über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Zunächst zeigten die Italiener Interesse an einer Übernahme, zogen sich jedoch Anfang Juni 2024 zurück. Ein weiterer Schock für das Unternehmen! Die Verhandlungen mit dem Betreiber des Outlet-Centers, McArthur Glen, wurden abrupt abgebrochen. Damit war das Schicksal der beiden Restaurants besiegelt.

Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich laut Insolvenzantrag auf rund 2,45 Millionen Euro. Davon entfallen über 1,1 Millionen Euro auf ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen. Um die Zahlen etwas greifbarer zu machen: Die monatlichen Lohnkosten belaufen sich auf etwa 39.600 Euro netto, während die Mietkosten für den Standort in Parndorf bei etwa 17.200 Euro und für Salzburg bei rund 13.000 Euro liegen. Ein echtes finanzielles Minenfeld!

Ein Blick auf die Gesamtwirtschaft

Interessanterweise zeigt die Insolvenz von Rossopomodoro einen Trend, der nicht nur die Gastronomie betrifft. Laut Statistik Austria müssen seit dem ersten Quartal 2021 regelmäßig Daten zu Unternehmensinsolvenzen veröffentlicht werden. Diese Daten stammen aus gerichtlichen Insolvenzverfahren und geben einen Blick auf die Herausforderungen, mit denen viele Unternehmen aktuell konfrontiert sind. Es ist ein hartes Pflaster, auf dem sich Unternehmer täglich beweisen müssen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind oft rau, und die Schatten der Insolvenz hängen über vielen Betrieben.

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Es bleibt abzuwarten, wie sich die Gastronomielandschaft in Salzburg und darüber hinaus entwickeln wird. Die Schließung von Rossopomodoro ist ein weiterer Beweis dafür, dass selbst große Marken nicht vor den Herausforderungen des Marktes gefeit sind. Die Hoffnung bleibt, dass die betroffenen Mitarbeiter schnell eine neue Perspektive finden und die Gastronomieszene in Salzburg weiterhin lebendig bleibt.