Am 17. Juni 2023 wurde ein ganz besonderer Anlass in Salzburg gefeiert: Die Paar- und Familienberatung der Erzdiözese Salzburg blickte auf stolze 50 Jahre zurück. Diese Einrichtung hat sich seit 1976 als Anlaufstelle für Paare, Familien und Einzelpersonen in belastenden Lebenssituationen etabliert. Ihre Mission? Menschen in herausfordernden Zeiten eine helfende Hand zu reichen, Orientierung zu geben und sie bei der Suche nach ihrem eigenen Lebensweg zu unterstützen. Im Bildungshaus St. Virgil, wo das Jubiläum gefeiert wurde, versammelten sich etwa 160 Gäste, darunter Erzbischof Franz Lackner und zahlreiche Vertreter aus Kirche, Politik und Gesellschaft.

Ein Motto, das gleich ins Auge sticht: „Burn on statt Burn out“. Das klingt nicht nur kreativ, es bringt auch perfekt auf den Punkt, worum es bei der Feier ging. Erzbischof Lackner machte deutlich, wie wichtig es ist, frühzeitig Unterstützung in Beziehungskulturen anzubieten. Schließlich ist das Leben manchmal wie eine Achterbahn – es hat seine Höhen und Tiefen. Die Beratungsstelle begegnet genau diesen Herausforderungen und bietet nicht nur psychosoziale Unterstützung, sondern auch rechtliche Beratung und mittlerweile sogar Onlineberatung an. Ein echter Fortschritt in einer immer digitaler werdenden Welt!

Ein Blick auf die Beratungsangebote

Die thematischen Schwerpunkte der Beratung sind vielseitig. Kommunikationsprobleme, Erziehungsfragen und die oft belastenden Situationen bei Trennungen und Scheidungen stehen häufig im Mittelpunkt der Gespräche. Es ist beeindruckend, dass jährlich rund 3.100 Menschen in etwa 7.700 Gesprächen betreut werden. Das zeigt, wie groß der Bedarf an Unterstützung ist. In den letzten Jahren wurden zudem Bereiche wie Opferschutz und die Begleitung von Familien in Trennungssituationen ausgebaut. Das spricht für die Sensibilität und das Engagement der Einrichtung.

Ein weiteres Highlight der Jubiläumsfeier war die Umbenennung der Beratungsstelle – von „Partner- und Familienberatung“ zu „Paar- und Familienberatung“. Diese Namensänderung spiegelt nicht nur gesellschaftliche Veränderungen wider, sondern verdeutlicht auch, dass die Beratung flexibel auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht. Susanne Savel-Damm, die Leiterin der Beratungsstelle, betonte, dass ihre Aufgabe nicht darin besteht, vorzugeben, wie man leben soll. Vielmehr geht es darum, die Klienten dabei zu unterstützen, ihre eigenen Wege zu finden. Ein Ansatz, der gerade in unserer schnelllebigen Zeit von großer Bedeutung ist.

Ein offenes Ohr für alle

Die Beratungsangebote sind barrierefrei, kostenlos und vertraulich. Das ist ein wichtiger Punkt, denn nicht jeder hat die Möglichkeit oder den Mut, sich Hilfe zu holen. Und die Möglichkeit, direkt bei den Bezirksgerichten in Salzburg Beratung zu erhalten, ist ein zusätzlicher Schritt, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu erreichen. Die Kombination aus persönlichen Gesprächen und Onlineberatung zeigt, dass die Erzdiözese Salzburg die Bedürfnisse der Menschen ernst nimmt und entsprechend handelt.

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Es ist schön zu sehen, wie eine Einrichtung, die vor fünf Jahrzehnten gegründet wurde, sich stetig weiterentwickelt hat und stets bereit ist, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Die Paar- und Familienberatung ist ein Ort der Hoffnung und des Vertrauens und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Gesellschaft spielen – für all jene, die Unterstützung brauchen. Und das ist, ehrlich gesagt, ein Grund zur Freude!