Am Wolfgangsee, einem der malerischsten Orte Österreichs, hat sich kürzlich ein ganz außergewöhnliches Spektakel abgespielt. Der Extremkraftsportler Franz Müllner stellte dort am 13. Mai um 19 Uhr einen neuen Weltrekord auf, der nicht nur die Zuschauer in Staunen versetzte, sondern auch für einen guten Zweck gedacht war. Mit reiner Muskelkraft zog Müllner zwei Passagierschiffe, die „MS Österreich“ und die „MS Salzkammergut“, über eine Strecke von 25 Metern. Zusammen wogen diese Kolosse knapp 200 Tonnen – und das ist kein Witz!
Der Kraftakt wurde von vielen Gästen verfolgt, die sich auf einem der Schiffe oder beim Public Viewing am Ufer versammelten. Die Atmosphäre war elektrisierend, als die Schiffe sich in Bewegung setzten und die Zuschauer lautstark jubelten. „Das war ein emotionaler Höhepunkt“, beschreibt ein begeisterter Zuschauer. Zugegeben, Müllner hatte ursprünglich die Idee, die Schafbergbahn zu ziehen, aber die Steilheit der Strecke machte das Unterfangen unmöglich. Stattdessen setzte er auf die Kraft des Wassers und seine beeindruckende Physik.
Ein Rekord mit Herz
Franz Müllner, der nun seinen 64. offiziell anerkannten Weltrekord feiert, betonte die Wichtigkeit von Wille, Vorbereitung und einem starken Umfeld für seinen Erfolg. Unterstützt wurde er bei diesem Kraftakt nicht nur von den Zuschauern, sondern auch von Patrick De-Bettin, dem Geschäftsführer der Wolfgangsee Tourismusgesellschaft, der als Wettpate vor Ort war. Dabei war Müllners Ziel nicht nur, seine Kraft unter Beweis zu stellen, sondern auch auf das Schicksal von „Schmetterlingskindern“ aufmerksam zu machen, die an der schmerzhaften Hautkrankheit Epidermolysis bullosa leiden. Ein Teil der Spendeneinnahmen ging daher an die Organisationen „DEBRA Austria“ und das EB-Haus Austria in Salzburg.
Die Schiffe, die er zog, wogen zusammen zwischen 200 und 300 Tonnen, und Müllner bewegte dabei ein Zuggewicht von rund 250 Kilogramm. Die Aktion war nicht nur ein körperlicher Kraftakt, sondern auch ein Symbol für Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung. Die Zuschauer hatten die Möglichkeit, auf einem der Schiffe Platz zu nehmen – ein Erlebnis, das sich so schnell nicht wiederholen wird.
Ein Blick über den Tellerrand
Obwohl der Rekordversuch am Wolfgangsee ganz im Zeichen von Müllners unermüdlichem Einsatz stand, gibt es auch in der Welt der Extremsportler immer wieder beeindruckende Geschichten. So beispielsweise der Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg, bei dem Joey Kelly mit Läufern aus 42 Nationen einen gemeinsamen Zieleinlauf feierte. Das Ereignis, das am 10. Mai 2026 stattfand, war nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern auch eine Spendenaktion, die 25.000 Euro für die Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“ einbrachte. Teamgeist und gegenseitige Unterstützung waren auch hier die treibenden Kräfte.
Die Welt des Extrem- und Kraftsports ist voller Überraschungen und unvergesslicher Momente. Egal ob am Wolfgangsee oder in Duisburg, es sind die Menschen, die sich für eine gute Sache einsetzen und dabei ihre eigenen Grenzen überschreiten, die uns alle inspirieren. Und so bleibt zu hoffen, dass Franz Müllner und seine beeindruckenden Leistungen noch viele Nachahmer finden werden.