Der 67. Österreichische Chirurgiekongress, der vom 17. bis 19. Juni 2026 im Salzburg Congress stattfand, war ein Highlight der medizinischen Fachwelt. Mit dem Motto „Wo sind die Grenzen?“ regte er zu spannenden Diskussionen und Austausch an. Inmitten dieser inspirierenden Atmosphäre wurden die herausragenden Leistungen der Klinischen Abteilung für Viszeralchirurgie der MedUni Wien besonders gewürdigt. Dreifach ausgezeichnet wurden Rebecca Zirnbauer und Johannes Längle, die sich mit ihren beeindruckenden wissenschaftlichen Arbeiten einen Namen gemacht haben.

Die Auszeichnungen umfassten den Theodor-Billroth-Preis sowie den Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie (ÖGCH) und den ACO-ASSO-Preis, insgesamt dotiert mit 15.000 Euro. Diese Ehrungen sind nicht nur ein Zeichen des persönlichen Erfolgs, sondern unterstreichen auch die Bedeutung der translationalen Krebsforschung, die klinische und experimentelle Onkologie auf beeindruckende Weise verbindet.

Auszeichnungen und innovative Forschung

Rebecca Zirnbauer wurde mit dem Theodor-Billroth-Preis ausgezeichnet, und das aus gutem Grund. Ihre Studie zur Identifikation von tRNA-Fragmente als prognostische Biomarker bei Lebermetastasen von Darmkrebs ist bahnbrechend. Lebermetastasen sind schließlich die häufigste Todesursache bei Darmkrebs. Mit Hilfe von Small-RNA-Sequencing analysierte sie Tumorproben operierter Patient:innen und stellte fest, dass tRNA-Fragmente aus dem Zellkern mit einer ungünstigen Prognose assoziiert sind. Das ist wirklich beeindruckend – und ganz frisch im Journal of Translational Medicine veröffentlicht!

Johannes Längle erhielt den Wissenschaftspreis der ÖGCH für seine bemerkenswerte Phase-2-Studie zur dualen Immuntherapie bei lokal fortgeschrittenem Rektumkarzinom. Seine Arbeit zeigt, dass die Immuntherapie vor der Operation keine zusätzlichen chirurgischen Komplikationen verursacht. Eine Quote von 37 % der operierten Patient:innen erreichte ein starkes Tumoransprechen, und das ist ein echter Fortschritt! Die Ergebnisse sind auch im JAMA Network Open nachzulesen. Wer hätte gedacht, dass sich in der Krebsbehandlung so viel bewegt?

Ein Blick in die Zukunft der Krebsforschung

Die Entwicklungen in der Immuntherapie sind besonders spannend. Wissenschaftler des Memorial Sloan Kettering Cancer Center haben auf dem ASCO-Jahrestreffen 2022 gezeigt, dass 14 Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem, mismatch-reparatur-defizientem Rektumkarzinom eine vollständige klinische Remission nach nur sechs Monaten Immuntherapie erreichten – ohne Operation oder Chemotherapie! Das ist wirklich ein Wendepunkt. Die Therapie, die den PD-1-Inhibitor Dostarlimab nutzt, könnte den therapeutischen Standard für diese Patientengruppe revolutionieren.

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Die Aussicht auf organerhaltende Behandlungen für ausgewählte Tumorarten ist ein Lichtblick in der oft dunklen Welt der Krebsbehandlung. Es ist klar, dass weitere Studien zur Langzeitwirksamkeit notwendig sind, doch die bisherigen Ergebnisse lassen aufhorchen. Die bisherigen Standards, die häufig mit erheblichen Folgen für Lebensqualität und Organfunktion verbunden sind, könnten bald der Vergangenheit angehören.

Wissenschaft im Dienste der Menschheit

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Notwendigkeit, klinische Studien zu registrieren und transparent zu halten. Das Clinical Trials Information System (CTIS) hat das frühere Register EudraCT abgelöst und bietet eine wertvolle Plattform für die Suche nach genehmigten Studien. Dabei ist es nicht nur auf Krebsstudien beschränkt, was die Vielfalt der Forschung unterstreicht. Auch die Europäische Organisation für Krebsforschung und Krebsbehandlung (EORTC) spielt eine entscheidende Rolle, indem sie Fachinformationen bereitstellt und koordiniert, um die Forschung weiter voranzutreiben.

Die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie dynamisch und vielversprechend die Welt der Onkologie ist. Die Kombination aus klinischer Forschung, innovativen Therapien und dem unermüdlichen Einsatz von Wissenschaftlern wie Zirnbauer und Längle lässt hoffen, dass in naher Zukunft noch viele weitere Fortschritte gemacht werden. Ein großes Dankeschön an alle, die sich für diese wichtige Sache einsetzen!