Heute ist der 22.05.2026 und wir haben einen echten Leckerbissen für alle Musikliebhaber in Salzburg. Marie Jacquot, die energische und nahbare Dirigentin, hat sich in der Wiener Musikszene einen Namen gemacht und sorgt für frischen Wind – nicht nur in der Klassik, sondern auch in den Herzen der Zuhörer. Mit ihrer Leidenschaft für die Blechbläser der Wiener Symphoniker und ihrem Wunsch, Bruckner mit dem Orchester zu interpretieren, hat sie bereits viele begeistert.

Gerade erst lag das Buch „Spötter im Frack“ von Rupert Schöttle auf ihrem Tisch, das skurrile Geschichten aus dem Orchestergraben erzählt. Ein Vorwort von Nikolaus Harnoncourt gibt dem Werk eine besondere Note. In diesem Buch finden sich auch amüsante Anekdoten über Herbert von Karajan, die zeigen, wie traditionsreich die Probenarbeit in der klassischen Musik sein kann. Sie selbst hat kürzlich „Der Rosenkavalier“ in Kopenhagen dirigiert und von den humorvollen Momenten im Orchester geschwärmt – ja, die Musik kann auch sehr menschlich sein!

Bruckner und seine Symphonien

Marie Jacquot hat Bruckners Siebte Symphonie dirigiert! Das letzte Konzert im Symphoniker-Zyklus fand am 07.05.2026 im Konzerthaus statt und war das 44. Konzert mit ihr als Erste Gastdirigentin. Dabei ließ sie das Orchester in einem dynamisch abwechslungsreichen Stil musizieren. Das Adagio der Symphonie hatte einen eleganten Puls und strahlendes Blech – wie es sich für Bruckner gehört. Besonders das Scherzo wurde schnell und ernsthaft interpretiert, die Flöten sorgten für einen deutlichen Kuckuck. Das Finale war energiegeladen, beginnend mit Pizzicati in den Bässen, wodurch die Musik ohne überladene Interpretation zur Geltung kam.

Vor Bruckner stand Mendelssohns Violinkonzert auf dem Programm, mit der Solistin Bomsori Kim, die beim ARD-Musikwettbewerb 2013 aufgefallen ist. Ihr Spiel wurde als gediegen und kompetent beschrieben, auch wenn die großen Überraschungen ausblieben. Man kann nur erahnen, wie die Atmosphäre im Saal war, als die Klänge durch den Raum schwebten.

Ein Blick auf die Bücherwelt

Marie Jacquot hat übrigens eine große Bibliothek geerbt und ist dennoch neugierig auf neue Bücher. Ihre Lieblingsbuchhandlung, die ÖBV-Buchhandlung in Wien, hat leider kürzlich geschlossen – ein echter Verlust für die Literaturliebhaber. Jetzt bestellt sie Partituren online und kauft etwas weniger Bücher, da sie zu Hause schon eine kleine Sammlung hat. Wenn sie nach einem Buch gefragt wird, das sie nie lesen wird, nennt sie mit einem Schmunzeln die „Carmina Burana“ von Carl Orff – irgendwie verständlich, oder?

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Die Chefdirigentin des Königlich Dänischen Theaters, die ab der Saison 2024/25 in Kopenhagen übernimmt, ist wahrlich eine Bereicherung für die klassische Musikszene. Ihre Fähigkeit, die Energie der Musiker zu bündeln und mit Charme zu dirigieren, wird sicherlich auch beim WDR-Sinfonieorchester in Köln, wo sie ab nächster Spielzeit Chefdirigentin sein wird, für Furore sorgen.

Bruckners Vermächtnis

Um die Bedeutung von Bruckner zu verstehen, muss man wissen, dass dieser Komponist in seiner Zeit oft umstritten war. Seine Symphonien wurden nicht immer positiv aufgenommen, und er war in Wien oft unglücklich, da Kritiker wie Eduard Hanslick das Geschehen dominierten. Dennoch hat Bruckner, der 1868 die Lehrstelle für Musiktheorie am Wiener Konservatorium übernahm, unermüdlich an seinen Werken gearbeitet. Seine Schüler, darunter Größen wie Richard Robert und Felix Mottl, erlebten hautnah, wie viel Leidenschaft in den Kompositionen steckte.

Seine Musik, die oft als einfach und doch tiefgründig beschrieben wird, hat Generationen von Musikern und Zuhörern inspiriert. Bruckner hinterließ uns nicht nur Symphonien, sondern auch Messen und sakrale Chormusik, die durch innovative chromatische Elemente bestechen. Ein echtes Erbe, das wir auch in den Darbietungen von Marie Jacquot spüren können.

Die Kombination aus Jacquots frischem Ansatz und Bruckners majestätischen Klängen verspricht, auch in Zukunft die Zuhörer zu begeistern. Es bleibt spannend, wie sich diese Zusammenarbeit weiterentwickeln wird! Vielleicht wird die nächste Aufführung ja ein weiteres unvergessliches Erlebnis – das wünschen wir uns alle!